#3 - Der Weg aus der Technik in die Geschäftsleitung bei GRIMME
Shownotes
In der dritten Folge des GRIMME Studio Podcasts spricht Jürgen Feld (Leiter Unternehmenskommunikation & Pressesprecher) mit Sebastian Talg. Er berichtet davon, wie er aus der Technik in die Geschäftsleitung bei GRIMME gekommen ist und was er alles auf seinem Weg erlebt hat.
Viel Spaß!
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00:00:16: Moin moin, es grüßt euch, Jürgen Feldt aus dem Grimmestudio.
00:00:18: Ich habe heute wieder einen ganz besonderen Gast hier im Studio, jemand, der seit über zwanzig Jahren schon bei Grimmer arbeitet und heute Geschäftsführer, Vertrieb und Marketing bei der Lindenmaschinenfabrik ist, also einen ordentlichen Werdegang hinter sich hat.
00:00:33: Sebastian, herzlich willkommen im Studio.
00:00:34: Vielen Dank, Jürgen.
00:00:35: Gerne.
00:00:36: Freue mich auf das Gespräch.
00:00:38: Wir kennen uns ja selber auch schon viele, viele Jahre.
00:00:40: Seit dem Beginn, denke ich mal.
00:00:41: Denke
00:00:41: ich auch.
00:00:42: Dann komme ich auch gleich schon zur ersten Frage, seit Beginn.
00:00:44: einfach mal die erste Frage in den Raum gestellt, wie bist du zu Grimme gekommen und was hast du in den ersten Wochen erlebt?
00:00:51: Ich
00:00:51: bin ja also ein typischer Grimme-Mitarbeiter, kann man sagen, zweitgeborener Bauernsohn, also hatte nicht die Möglichkeit im Prinzip zu Hause den Hof zu übernehmen und dann guckst du ja, was du machen kannst, hab Maschinenbauch studiert, hab während des Studiums immer viel bei Fendt gearbeitet als Vorführfahrer, Medrascher und Co.
00:01:09: Und das habe ich auch super viel Spaß gemacht.
00:01:10: Und habe dann aber gesagt, Mensch, Diplomarbeit will es noch mal was anderes sehen, wird es im Norden zurück und habe dann mich bei Girmel beworben und hatte ein kurzes Bewerbungsgespräch mit Reinhard Bischorner und Franz-Josef Detmer.
00:01:24: Warte, Franz-Jürich Detmer kommt vom Hof.
00:01:26: Ich sag, ja, aber man kann es anfangen.
00:01:28: Das war also der Einstieg bei Grimme.
00:01:30: Die klassischen
00:01:30: Bewegungsgespräche vor zwanzig Jahren.
00:01:32: Genau.
00:01:33: Kannst du Roder fahren?
00:01:33: Kannst du anfangen.
00:01:35: Hattest du schon die ersten Berührungspunkte vom Hof aus mit Grimmetechnik oder mit Grimme an sich?
00:01:40: Wir haben zu Hause Kartoffeln und Zuckerrüben gehabt.
00:01:43: Und Kartoffelroder in der Lüneburger Heidekantengeiz, außer rote Kartoffelroder.
00:01:48: Das war selbstverständlich.
00:01:49: Es war eng mit Grimme verzahnt.
00:01:52: Und von daher habe ich schon früh so von Kindesbeinen an auf grimme Rodern gestanden.
00:01:57: Alle sind auch schon kontaktiert.
00:01:58: zu den damaligen Werksvertreter Arno Bergstedt.
00:02:01: Kanntest du ihn?
00:02:02: Also
00:02:02: wenn Arno Bergstedt, ich hatte eher Furcht vor dem Mann, weil das war für mich einer, der, wenn der bei uns auf den Hof gefahren kam, da hat mein Vater den Kopf so ein bisschen zwischen den Schultern eingezogen und gesagt, oh, wir kaufen dieses Jahr ein Roder.
00:02:14: Also das war, den hat man nicht angerufen, der ist vorbeigekommen und da hat man Roder gekauft.
00:02:17: Also das war Verteilprozess damals.
00:02:20: Muss man ja auch sagen, man hat die mir auch sehr vertraut, um das mal so zu formulieren.
00:02:23: Ja, man ist auch mal, wenn irgendwas schief gelaufen ist, aber nicht ganz passte, immer eine Lösung gefunden, konnte man sich darauf verlassen und auch fast so Ausstattung und so was der Maschinen anging, da hat mein Vater gar nicht viel drüber nachgedacht, da hat sich da absolut darauf verlassen, dass was Arno da, Neuigkeiten auch reingebracht hat, das passte einfach.
00:02:42: Und wenn es mal nicht passte, dann wurde es passend gemacht.
00:02:44: So,
00:02:44: da hört sich was schon richtig an.
00:02:45: Da bist du ja bei Reinhard Beschor, dann fandest du dir mal quasi eine Technik angefangen.
00:02:50: Ja, ich habe tatsächlich bei Franz Josef Detmer in der Technik meine damalige Diplomarbeit zum Thema elektronische Beimengentrennung geschrieben, also hochaktuelles Thema.
00:02:59: Damals waren so die ersten Systeme im Markt und das war meine Aufgabe.
00:03:04: Würdest du jetzt sagen, nach den vielen Jahren hast du einiges wiedererkannt, was du in einer Diplomarbeit vielleicht auch Visionäre runtergeschrieben hast, was kommen könnte?
00:03:11: Ja, das war Visionär, würde ich nicht sagen.
00:03:12: Das war ja auch eine Studie, was am Markt so an Trendsystemen auch aus anderen Bereichen Recycling und Co.
00:03:18: verfügbar war und vieles von dem, was man damals so aufgenommen hat, ist heute teilweise auch in der Praxis schon umgesetzt.
00:03:26: Das war sicherlich früh damals und die Technologien waren auch noch teuer, aber das ist mittlerweile sehr erschwinglich geworden und durch bessere Rechnerleistungen natürlich heute viel eher darstellbar, als es vor über zwanzig Jahren noch
00:03:38: war.
00:03:39: Ja, der Technik gestartet.
00:03:40: Heute Geschäftsführer Vertrieb Marketing.
00:03:42: Da denkt man ja auch, wie kommen wir von der Technik zum Vertrieb?
00:03:45: War das relativ zeitnah?
00:03:46: Oder wie ist dein Werdegang da?
00:03:47: Das war
00:03:49: im Prinzip sechs Wochen nachdem ich begonnen hatte.
00:03:53: Diplomarbeit dauerte damals drei, vier Monate.
00:03:55: Sechs Wochen nachdem ich begonnen hatte, kam der Clemens Kalverkamp für mich zu und sagte, bat mich in seinen Büro und fragte mich, was ich denn nach meiner Diplomarbeit machen würde.
00:04:03: Und ich sagte mir, Herr Calvacam, ich weiß es noch nicht genau, aber ich weiß eins ganz sicher, ich werde nicht bei Grimmender Technik arbeiten.
00:04:10: Und das war für ihn sowieso, kann noch gar nicht.
00:04:15: Aber mir war klar, dass ich wenig Lust hatte, morgens um sechs Uhr den Rechner hochzufahren und dann mir das um halb fünf wieder runterzufahren und eigentlich, also für meine Begriffe jedenfalls, recht wenig Kontakt mit der Außenwelt zu haben.
00:04:27: und er fragte mich dann, warum.
00:04:30: Und ich sagte, ich stelle mir eher einen Job vor, mit dem ich eigentlich täglich und wirklich die Mehrheit der Zeit draußen beim Kunden sein will.
00:04:36: Und ich sagte dann sowas Richtung Service, Maschinen einsetze und sowas.
00:04:41: Würde ich wohl gerne machen.
00:04:42: Hattest du das schon?
00:04:44: Dann mal mit Sicherheit auch Berührungspunkte, die den Vertrieb und Service gearbeitet haben.
00:04:47: War dir das damals schon klar, wie das da laufen würde?
00:04:50: Oder war es erstmal eine Wunschvorstellung?
00:04:51: Man kannte ja so Wachs, Service-Monteure, die auch bei uns auf dem Hof damals kamen, wenn wir neue Maschinen hatten.
00:04:57: Und ich fand das toll, dass dann irgendwie diese diese Monteure dann die Maschinen eingesetzt haben.
00:05:02: Waren sich wir wussten darüber, die Maschine Top für die Bedingung so einsetzen konnte.
00:05:06: Das haben mich fasziniert.
00:05:07: Und das war einer der Gründe, warum ich dann gesagt habe, das willst du eigentlich bei Grimmer auch ganz gerne
00:05:12: machen.
00:05:12: Dann sind es wahrscheinlich auch Gespräche zwischen Clemens und Fritzburg.
00:05:15: damals stattgefunden.
00:05:16: Vermute ich jetzt mal, aber das kannst du viel besser skizzieren als ich.
00:05:18: Clemens hat dann gesagt, du musst eigentlich ins Produktmanagement.
00:05:21: Und damals war gerade der Max-Tron ja in dieser Rollout-Phase.
00:05:25: Also wir stiegen gerade in die Rübentechnik ein, in der es war.
00:05:28: Und dann wurden Produktmanager für Rübentechnik gesucht.
00:05:34: Das war dann eben die Schnittstelle zwischen Fritzburg und Technik, wenn man so wollte.
00:05:37: Also sehr viel draußen.
00:05:39: Begriff sagt mir damals noch gar nichts, aber ich hab dann eben gelernt, was es ist und er schlug mich dann bei Fritz Borg, weil das Produktmanagement im Vertrieb hing, vor.
00:05:48: Und Fritz hat erst mal gesagt, nee, also ganz ehrlich, Techniker haben wir eigentlich genug, wir wollen Kauflöder haben.
00:05:54: Also brauchen wir den Teil, brauchen wir nicht.
00:05:57: Aber man war so wahrscheinlich sehr hartnäckig, wie sich das dann auch positiv herausgestellt hat.
00:06:02: Hattest du danach noch persönliche Gespräche mit Fritz Borg?
00:06:05: Also dem damaligen Vertriebsleiter muss man dazu
00:06:07: sagen.
00:06:07: Ich muss sagen, Jens Walter und der Klemen Skalverkamp, die haben sich dann für mich eingesetzt und haben dann doch bei Fritz ein bisschen durchgedrückt, dass er es quasi mit mir mal versucht.
00:06:15: Und dann hatte ich den sehr, sehr großen Vorteil, dass Fritz Borg zu der Zeit Ich glaub ausnahmesweise, mal keinen Führerschein hatte und ein Fahrer brauchte.
00:06:24: Und ich dann wirklich tatsächlich in den ersten sechs Wochen meiner Tätigkeit im Vertrieb den Fritz Borg als Fahrer begleiten durfte.
00:06:32: Er hat geraucht, ich hab gerne geraucht, wir waren viel Mercedes unterwegs, da war ich als Fahrer dann.
00:06:37: Und dann ist man sich natürlich, hab ich wahnsinnig viel gelernt und auf der anderen Seite ... ist ein gewisses Vertrauensverhältnis auch entstanden und dementsprechend hat auch Fritz dann ab dieser Zeit mich dann weiter gefördert im Vertrieb.
00:06:51: Hast du das noch vor Augen, wann das ja genau war, wann der Tag offiziell kam, jetzt bin ich tatsächlich in Produktmanagement für Rühmtechnik zuständig oder so, fließt da über?
00:06:59: Das
00:06:59: war nicht fast recht genau, das war Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer-Sommer.
00:07:08: Du kannst dich sicherlich daran erinnern, wir waren ja damals auch gemeinsam unterwegs für Marketing-Themen, was den Max Tron anging.
00:07:15: Und wir haben damals im, ich glaube im Juli haben wir eine Presse-Veranstaltung gemacht, damals früh
00:07:19: einen
00:07:21: Rübenmarker hier in der Gegend organisiert, war gar nicht so einfach, weil nicht so viele Rüben-Maxen hier in der Gegend sind.
00:07:25: Und haben dann tatsächlich da den Max Tron da vorgeführt, der Presse.
00:07:29: Ja.
00:07:29: Und dann gibt es noch eine schöne Veranstaltung im Technikum, mit allem drum und dran.
00:07:32: Man muss da zu wissen, Rimmel stand damals, Null Komma Null für Rühmentechnik.
00:07:38: Max war ein völlig neues Konzept mit allem drum und dran.
00:07:42: Die hatte der ja auch schon, glaube ich, ein kleines Team, sagen wir mal auf der Technikseite als auch auf der Vertriebseite im Bereich Rühmentechnik.
00:07:49: Kannst du nicht dran erinnern, wer da alles so mitgewirkt hat?
00:07:51: Ja, also es waren der Alexander Klester, der in meinem Poundor war für die Osteuropäische Seite.
00:07:58: Und dann haben wir zwei erfahrene Leute von der Firma Kleine, den Peter Vollmer und Holger Lücke.
00:08:04: Holger Lücke ist ja heute noch da.
00:08:06: Und dann als Leiter kam etwas später zu Roland Kratz.
00:08:09: Und dann waren wir im Prinzip fünf Leute im Team.
00:08:12: Und es ist heutiger sich natürlich ein kleines Team für so eine Sparte.
00:08:16: Aber ich kann mich daran erinnern, die Kartoffelvertriebsabteilung, die hat damals gestöner gesagt, was wollen wir mit so vielen Leuten für ein Produkt?
00:08:24: Das ist mir hängen geblieben.
00:08:25: Das war für die damals eine wahnsinnige Manpower für dieses eine Produkt Rühmode.
00:08:31: Weil man natürlich auch ganz klar sagen muss, neu in einen Markt hineinzukommen mit so einer Technik, das ist natürlich auch viel Überzeugungsarbeit, die geleistet werden musste.
00:08:38: Kann mich noch dunkel daran erinnern, auch nicht nur auch dunkel, an die Zeit sowieso, der Markteinführung.
00:08:42: Da waren wir ja sehr, sehr euphorisch, im Jahr zwei, tausend, drei, und haben dann zwei, tausend, vier, wenn ich mich rechnen sehe, gerade im Osten andere Witterungsbedingungen erlebt, wo dann vielleicht auch das ein oder andere noch nicht so ganz durchvalidiert war, dass man vorsichtig sage, du warst aber auch viel im Osten unterwegs.
00:08:57: Die Maschine war ja einfach sehr, sehr jung.
00:08:59: Es war eine komplett neue Technologie, abreiningen und fördern auf ganzer Breite mit Raupenlaufwerk und also neues Fahrreiskonzept, großer Bunker, ratrotischer Systeme, die damals von Stoll als Patent übernommen worden sind und weiterentwickelt worden sind.
00:09:15: Also die Maschine ist sehr, sehr früh in den Markt auch eingeführt worden und war dementsprechend eigentlich noch nicht standfest genug.
00:09:21: Gerade für diese Bedingungen, die im Osten herrschen, wo dann wirklich Schwerste Bodenbedingungen vorherrschen, nasser Herbst und dann häufig auch Ausfallzeiten da waren.
00:09:31: Das war schon ein Kampf auch in der ersten Saison, muss man sagen.
00:09:34: Ich glaube, da kann ich mich auch noch dran erinnern.
00:09:35: Ein Sturtenkonto war sehr gut gefüllt und in Osten war es dann halt auch nicht nur zwei Tage in den Fliegen und dann wieder zurück, sondern das waren wochenlange Einsätze und auch nicht unbedingt in Moskow und Speckringen, sondern wir würden den Neudeutschalen in den Wallach runden.
00:09:49: Ja, also ich kann mich daran erinnern, es war damals ja üblich, dass die gerade die neuen Leute, die die bekamen Verträge, wo drin stand, ihr überstunden sie mit dem Gehalt abgegolden.
00:09:57: Auf das Legale, wenn ich weiß, keine Ahnung, aber wir haben das alle gerne gemacht.
00:10:00: Das war ja auch Teil der Leidenschaft, die man mitgebracht hat.
00:10:02: Das war auch keine, da musste uns auch keine überzeugen.
00:10:05: Wir haben das ja gerne gemacht.
00:10:06: Wir haben das wirklich auch wirklich mit Spaß und Leidenschaft ja damals begleitet.
00:10:10: Und da war es einfach selbstverständlich, dass wir dann Ab August, die Dinger dann ausgeliefert worden sind und dann im September, Oktober in den Acker ging, dass wir quasi bis Weihnachten hin voll Gas gegeben haben.
00:10:20: Und zwar die ganze Truppe.
00:10:20: Und da war es eigentlich auch selbstverständlich, dass man am Wochenende und abends spät Reisezeiten und Co.
00:10:25: lange, lange unterwegs war.
00:10:26: Und ich kann mich daran erinnern, nach meinem ersten Jahr hatte ich... ...tausend... ...fünfhundert Überstunden auf den Konto.
00:10:34: Und die wurden dann zum Jahreswechsel auf Null gesetzt.
00:10:37: Das war... Fühlen Sie ein bisschen komisch an, aber gut haben wir gesagt, das ist
00:10:42: so.
00:10:44: Das war auch kein Nachteil.
00:10:44: Das war, wie man war, jung motiviert.
00:10:46: Das war eine neue Truppe.
00:10:48: Der Weltbewerber hat immer Spaßkomponien zu uns gesagt, weil das auch so war.
00:10:51: Wir haben wirklich einfach total Spaß an der Sache gehabt, auch wenn das anstrengend war und viel Energie gekostet hat.
00:10:58: Aber alle fünf damals waren voll mit Herzblut dabei.
00:11:03: Uns gut untereinander verstanden und das hat aber Spaß gemacht, muss man sagen.
00:11:05: Ja, wenn ich das richtig weiß, ist ja auch damals natürlich auch schwierig gewesen,
00:11:10: Kunden,
00:11:10: die bei dem Wettbewerbssystem waren, zu überzeugen.
00:11:13: Aber es gibt, glaube ich, auch heute noch, die von der ersten Stunde an dabei waren, heute noch bei Grimme sind.
00:11:18: Ja, ich
00:11:19: kann mich an einen Betrieb in der... Magdeburger Börder erinnern, Wolfgang Bär, Agathe Gäbstitt, der ganz, ganz früh auf uns zukam und sagte, ich habe auf dieses System gewartet.
00:11:34: Ich brauche das Radschar und ich kann mich daran erinnern, ich war mit meiner damaligen Freundin auf einem Sonntagmorgen, ich habe sie mitgenommen zur Vorführung, bei ihm haben da die Maschine vorgestellt, vorgestellt, seinen Gesellschaftskollegen, der ehemaligen LPG ja damals dann vorgeführt und der war total begeistert davon, da hat die Maschine gekauft.
00:11:52: Der Betrieb fährt bis heute, heute allerdings rechst du, aber er hat uns an die Treue gehalten, hat teilweise zwei Maschinen eingesetzt und.
00:12:00: war es von Anfang an begeistert gewesen von der Technik und wusste die Technik auch wirklich für seine Bodenbedingungen auch zu schätzen.
00:12:05: Hat wir das ja gut übertragen können, eure Begeisterung auch auf dem Grund.
00:12:08: Hat nicht immer geklappt, muss man auch dazu
00:12:10: sagen.
00:12:12: In der Regel haben wir wirklich auch, muss man sagen, bei Grimme eben auch sehr hinter dem Produkt stand, immer geguckt hat, dass es auch, auch wenn es mal nicht so gut lief, dass wir da Lösungen gefunden haben, dass wir da die Kunden auch bei der Stange
00:12:25: gehalten haben.
00:12:26: Wie lange hast du in der Rübentechnik gearbeitet?
00:12:30: Das ging, das hat zweieinhalb Jahre gedauert und wie gesagt mit sehr viel Leidenschaft und ich hätte das wahrscheinlich auch bis heute noch weitermachen können, weil es wirklich auch einfach Spaß gemacht hat.
00:12:37: Man merkt ja, ich habe heute auch immer noch mein Herz bei der Rübe, weil die Ursprünge waren bei Grimme, aber ich kam eines Abends tatsächlich von einem Verkauf eines Max-Tron nach Hause und Franz Grimme rief mich an und berichtete mir, dass eben in Idaho, bei dem Tochterunternehmen Sputnik in USA, ein Stelle frei geworden ist für den Produktionsleiter.
00:13:02: Und er mir das durchaus zutrauen würde.
00:13:04: Und wenn ich das auch so sehen würde, dann würde er sich freuen, wenn ich am nächsten Tag in sein Büro kommen würde.
00:13:10: Und dann habe ich ihm am Telefon noch kurz erklärt, dass meine damalige Freundin ja gerade erst zu mir gezogen sei und dass die wahrscheinlich nicht so begeistert davon wäre.
00:13:20: Und ich sage, die soll ich mal am nächsten Tag gleich morgens mitbringen.
00:13:23: Also hast du auch gemacht.
00:13:25: Nächsten Morgen, acht Uhr, saßen wir dann beide ganz ehrfältig vor dem Franz Grimmel und dann hat er uns ein bisschen was davon berichtet mit Clemens Kahlwerkamts zusammen damals und suchten halt einen Produktionsleiter drüben und sagten, ich habe einen maschinenbaulichen Hintergrund und sie würden mir das zutrauen und das fiche ich das mal ruhig so fünf, sechs Jahre machen würde.
00:13:45: Wir hatten dann nachts drüber gesprochen, das war, ich kam erst um Mitternacht nach Hause und nachts drüber gesprochen und ... hatten dann so uns auf zwei Jahre festgelegt ... ... und haben dann ein bisschen hin und her ... ... oder haben uns dann irgendwie ... ... auf dreieinhalb Jahre oder so was geeinigt.
00:13:55: Aber du hast spontan zugesagt.
00:13:57: Naja, wir haben dann gesagt, ... ... dass wir uns das auf jeden Fall erst mal angucken wollen.
00:14:01: Das hat auch Franz Grimann dann gesagt, ... ... mit Vater erst mal rüber guckt euch das an.
00:14:05: Und wir saßen tatsächlich, ... ... also an Donnerstag, ... ... wir saßen Samstagmorgen im Flugzeug ... ... und ich bin direkt sechs Wochen da geblieben ... ... und meine Freundin damals eben ... ... eine knappe Woche hat sich das vor Ort angeguckt ... ... und hat ja dann ihren Job noch gehabt, ... ... die hat im Reisbüro damals gearbeitet ... ... und ist dann erst mal wieder zurück.
00:14:20: Hey, die wird's gar.
00:14:22: Das Zeitlich-Einstrund war Rainer Borkmann da schon vor Ort?
00:14:25: Der ging gerade weg.
00:14:25: Das war die Position von Rainer Borkmann, die da frei wurde.
00:14:28: Also der ist damals nach Deutschland zurückgegangen und hat ja dann hier keine passende Stelle bei Grimme gefunden und ist ja dann zu einem anderen Unternehmen gegangen.
00:14:36: Und dann bin ich tatsächlich rübergegangen, dann auch schon direkt an diesem Wochenende, muss man ja sagen.
00:14:42: Also die waren sechs Wochen, dann bin ich nur kurz nach Hause gekommen und dann eigentlich ganz drüben geblieben.
00:14:49: Dann habe ich da vor Ort versucht Produktionsleiter zu sein.
00:14:54: Ich war in den ersten Wochen, jetzt kann man mir total schwierig vorstellen.
00:14:57: Das war sehr, sehr anstrengend, weil das Unternehmen einfach tief in den roten Zahlen war.
00:15:03: Es waren schwierige Marktjahre damals.
00:15:05: Es war schlechtes Management.
00:15:07: Man verstand sich mit dem Deutschen, mit der Mutterfirma nicht so gut.
00:15:12: Ja, dann eben ganz schwache Marktzahlen, die Produktion war gerade umgezogen aus alten Werken, ein neues Werk rein.
00:15:18: und ja für mich persönlich nochmal sehr schwierig, weil ich ja auch nur Schulenglisch sprach und dann dieses Idaho-Englisch, also ich habe die auch nur maximal die Hälfte verstanden, geschweige denn irgendwie mich gut ausdrucken können und ich glaube ich daran erinnere.
00:15:34: es ist also dann die ersten sechs Wochen wird es ein bisschen besser, aber telefonieren hat dann fast sechs Monate gedauert, bis man das richtig gut beherrschtet.
00:15:40: Ich meine, da kann ich mir auch gut vorstellen, dass, was ja von vornherein, auch Chef von vielen Leuten, wir hatten, glaube ich, die zwar Mitarbeiter, das korrigiere ich mich da selber.
00:15:47: Ja.
00:15:48: Oder korrigiere ich mich gerne.
00:15:50: Das ist natürlich auch ein bisschen schwierig.
00:15:52: dann für die Mitarbeiter.
00:15:52: Da kommt jemand aus einem anderen Land, sprachelige Themen, dann auch noch nicht in der Produktion großartig gearbeitet.
00:16:00: Das hat sicherlich auch so seine Zeit gedauert, bis man dann auch so den nötigen Respekt dann auch erarbeiten konnte.
00:16:06: Konnte ich mir zumindest.
00:16:07: Also
00:16:07: ich war ja sechsundzwanzig Jahre alt oder fünfundzwanzig sechsundzwanzig Jahre alt zu dem Zeitpunkt, noch sehr grün um die Nase und hatte überhaupt keine Produktionserfahrung, hatte maschinenbauliche Grundkenntnisse.
00:16:18: und wir haben dann irgendwie alle gemeinsam recht schnell festgestellt, dass Produktion so nicht um meine Kernkompetenz ist, sag ich mal.
00:16:24: Also man hat dann schnell festgestellt, nee, das passt nicht so richtig.
00:16:28: und wir haben uns dann da vor Ort darauf geeinigt, dass damals der Dwayne Day diesen Produktionsteil macht, der war Vorarbeiter in der Produktion.
00:16:35: Und ich dann das Thema Produktmanagement tatsächlich im ersten Schritt gemacht habe und dann sehr schnell die Vertriebsleitung übernommen habe.
00:16:42: Das ging dann recht schnell, weil der Vertriebsleiter damals auch weggegangen ist.
00:16:47: Und ich dann quasi vom Produktionsleiter zum Produktmanagement ein paar Monate... ... hin zum Vertriebsleiter geworden bin.
00:16:55: Ah, dann sind deine Wünsche, die du schon in Dammer hattest, ... ... quasi dann in Idaho Blackfoot irgendwann auch wieder erfüllt worden.
00:17:00: Ja, also ich wollte ja raus zum Kunden wieder.
00:17:02: Das war dann wieder deutlich erfüllter.
00:17:05: Ich wollte nie Vertriebsleiter werden.
00:17:07: Das war irgendwie nie mal eine Karrierenvorstellung.
00:17:09: Aber der Posten war dann frei.
00:17:11: Es lief ziemlich beschissen damals.
00:17:13: Und wir hatten ein paar Ideen, wie wir das Thema anders angehen können ... ... und wie wir mehr Kundennähe aufbauen können.
00:17:18: Und ... Dann war es ja so, dass nach zwei Jahren auch der Rainer Borgmann wieder zurückkam als CEO.
00:17:23: Und dann haben wir eigentlich in dieser Dreierkonstellation, also der Drain-Day für die Produktion, der Rainer Borgmann als unser Chef, als CEO und ich für den Bereich Vertrieb und Service wahnsinnig viel verändert.
00:17:35: Und das kam einher mit einem Aufwind im Markt und dann lief es aber einmal.
00:17:43: Man kann ja, glaube ich, auch feststellen, dass auch mit den Jahren dann auch eine riesen Innovationsoffensive von Sputnik kam.
00:17:49: Denke auch zum Beispiel an das Erseb, was ja auch von Grundgedanken her auch amerikanisch orientiert war, so will ich es mal ganz vorsichtig sagen.
00:17:59: Du sagst, dass gerade ihr drei habt dann auch zusammen sehr, sehr stark gearbeitet.
00:18:02: Kannst du noch mal kurz gezielen, was sich in der kurzen Zeit dann, als sie da neu gestartet sein entwickelt hat?
00:18:09: Wir mussten Dinge ändern.
00:18:11: Das hat jeder verstanden.
00:18:12: Das Unternehmen hat jedes Jahr Geld verloren.
00:18:14: In Damme verlor man immer mehr die Lust daran, dieses Thema weiter voranzutreiben.
00:18:20: Auch die Zeit in Deutschland war damals nicht ganz so gut, wie sie heute sind.
00:18:23: Dann haben wir gesagt, wir müssen jetzt drastisch und schnell Dinge ändern.
00:18:29: Das hat jeder für seinen Bereich eingesehen.
00:18:31: Der Drain-Day hat in der Produktion wahnsinnig viele Dinge neu geordnet, neu aufgesetzt.
00:18:35: Reiner Borgmann dann damals eben in der Technik sehr viel Innovation reingebracht.
00:18:40: Ich habe damals sehr viel mit ihm auch zusammen gemacht.
00:18:42: Wir haben auch ein paar gute Ingenieure gehabt und haben dann uns einfach auch Sachen getraut, wie jetzt das AirSep zum Beispiel.
00:18:47: Das war was, was gar nicht so selbstverständlich war.
00:18:51: Die Amerikaner haben ja damals Kartoffeln schon abgesaugt und wir haben gesagt, das ist eigentlich energetisch viel sinnvoller, wenn man eben von unten einen Druck erzeugt.
00:18:59: Aber die Entwicklung war nicht leicht.
00:19:02: Der eine oder andere Kollege ist auch mal rübergekommen, aus Deutschland gesagt, lass es, macht was anderes.
00:19:06: Das ist Vorentwicklung, das können wir uns nicht leisten im Moment.
00:19:09: Wir sind aber dran geblieben und haben auch viele, viele Stunden nach Feierabend dann mit dem Rainer da zusammen und später mit dem Christian Dömer muss man auch sagen, der hat das auch unterstützt, ein deutscher Ingenieur, der in Ausbildung noch war, darüber gekommen ist und dann viele Untersuchungen gemacht hat, haben wir das zum Glück fertig entwickelt.
00:19:24: Und dann passte eben diese Kombination aus Produktion.
00:19:28: Innovation und dann im Vertrieb eben auch starke Änderungen vorgenommen.
00:19:33: Wir haben die Preise damals in einem Jahr um dreieinhalb Prozent erhöht.
00:19:38: Die etablierten Vertriebsjungs und die Händler haben gesagt, damit zieht ihr den Stecker aus dem Laden.
00:19:43: Aber das passt in das Jahr und hat dann dazu geführt, dass die Branche sich auf Wiedersehen ein bisschen erholt hat dahin.
00:19:49: Ich glaube, man muss auch sagen, da damals war ja noch eine hohe Wettbewerbsdichte da.
00:19:53: Ob SmartNik da schon Marktführer war, weiß ich ja nicht, aber ist immer Double L, Lockwood.
00:19:57: Ellen, auch Pi, das sind ja auch starke Wettbewerber gewesen.
00:20:01: Heute auch noch ein Stück weit am Markt, aber ich glaube, da kannst du mich gerne korrigieren, dass SmartNIC auch die Marktführerschaft innerhalb dieser Zeit, die du gerade skizziert hast, auch erreicht hast.
00:20:11: Marktführer im Bereich Lagertechnik war das Unternehmen ja schon und hatte ja die Ernte-Technik erst einige Jahre im Programm.
00:20:17: Also war man technisch noch nicht so ausgereift und man war so der Newcomer und da waren starke Wettbewerber wie Double L oder Lockwood.
00:20:25: die sich den Markt vorher aufgeteilt haben.
00:20:27: Und dann hat man einen Marktanteil damals, als wir darüber gekommen sind, von um die zehn Prozent gehabt.
00:20:32: Und das ist dann durch die Innovation und auch die Leistungsfähigkeit der Produktion dann deutlich nach oben gefahren worden, so dass wir dann, ich sag mal fünf Jahre später schon einen Marktanteil von fünfzig Prozent, aber heute haben wir einen Marktanteil von knapp neunzig Prozent.
00:20:47: Das ist enorm gewachsen und ... Durch dieses Zusammenspiel, Technik Nordamerika, Technik hier in Dammel, dass man dann einen guten Austausch hat und dann eben mutig auch entwickelt hat dahinten und tolles Team vor Ort hat, hat sich das super entwickelt.
00:21:06: Ja, da kann man ja wirklich sagen, ihr war ein bisschen ja mal wieder zurückgekommen sozusagen.
00:21:09: Da haben wir ja ein fertiges Haus abgeben können.
00:21:12: Man hat dann ein Fundament mitwirken bis oben hin zum Dach und dann für gestritten.
00:21:16: Ja.
00:21:16: Dann kamen dann so die ersten Gedanken bei dir und Wiebke.
00:21:19: Könnten eigentlich mal wieder zurück?
00:21:20: Oder war der Ruf von Franz Grimmel wieder da?
00:21:22: Ne, also das war eine ganz persönliche Entscheidung.
00:21:26: Wir hatten in der Zwischenzeit geheiratet, unsere erste Tochter ist in Amerika geboren und die zweite kündete sich an, war soweit, dass sie eigentlich auch in Amerika noch geboren werden sollte.
00:21:37: Da haben wir auf dem Standpunkt gesagt, Mensch, Uns gefällt es eigentlich ganz hervorragend.
00:21:42: Die Arbeit macht wahnsinnig Spaß.
00:21:44: Wiebka hat damals auch bei Spatnik gearbeitet.
00:21:46: Wir haben uns viele Freunde gehabt.
00:21:48: Wir haben ein tolles Haus gehabt da vor Ort.
00:21:50: Also wir haben uns Pudelwohl geführt.
00:21:53: Und trotzdem sagt man ja, wenn dann Kinder da sind, die sollen noch ein bisschen was von ihren Großeltern haben und dann haben wir uns... Ein bisschen schweren Herzens entschieden, dann zu sagen, lasst uns noch mal eine neue Phase machen und wieder nach Deutschland zurückkehren.
00:22:06: Und sind dann tatsächlich Ende Jahrzehnte, Anfang Jahrzehnte, wieder zurückgekommen.
00:22:12: Und das war ja so, dass dann auch Grimme hier in Dammel dann das Arbeitsumfeld wieder alles klappte.
00:22:17: Die Integration wie gekackte, glaube ich, auch zu Anfang gleich bei Rickon.
00:22:21: Die ist direkt von Rickon eingestiegen als Personalleiterin damals, von Venture, aber war ja auch kein kleines Unternehmen damals.
00:22:30: Ich bin dann Leiter der Region eins geworden damals.
00:22:34: Das hat Josef Schlürmer für mich gemacht, das hat es dankend abgegeben, weil er kein Bock hat, der Englisch zu sprechen.
00:22:38: Die ja dann auch nicht ohne.
00:22:39: Wie war da so zu Anfang die Zeit?
00:22:41: Wie war das Team-Umfelder mit wem hat
00:22:43: das so umwickeln können?
00:22:44: Das war natürlich eine ganz andere Situation als in Amerika.
00:22:48: Das Team war sehr etabliert, war sehr, sehr erfolgreich damals.
00:22:52: Und hat überhaupt nicht verstanden, warum wir irgendwas verändern müssen.
00:22:55: Also ich kam natürlich mit dieser Spirit aus Amerika und habe gesagt, lass uns doch Dinge anpassen und verändern und anders aufstellen.
00:23:01: Und das ist bei dem Team der erst mal auf Missverständnis oder Unverständnis, muss man sagen, gestoßen.
00:23:12: So dass mir sehr sehr schwer gefallen ist, wirklich in den ersten Monaten schon zu sagen, ja eigentlich bist du gar nicht richtig gebraucht hier.
00:23:20: Wenn keine Veränderung vorangetrieben werden soll, was machst du dann hier nicht?
00:23:25: Weil verwalten könnte sich eigentlich sehr, sehr gut selber.
00:23:27: Das waren alles gestandene Vertriebler, die lange bei Grimme waren.
00:23:30: Die brauchen jetzt irgendwie keine Anweisung, was sie zu tun haben.
00:23:33: Die wussten genau, was sie machen sollten.
00:23:34: Deswegen war es echt ein bisschen frustrierend auch in den ersten Monaten hier.
00:23:38: Aber dann hat sich das ja auch gewandelt.
00:23:40: Ich könnte mir auch gut vorstellen, man kommt ja natürlich auch mit dieser Euphorie von Spatnik, wo man, sagen wir mal, in einer relativ kleinen Organisation vieles bewegen konnte.
00:23:48: Dann kommt man in eine etwas größere Organisation wieder rein.
00:23:50: Viele mehr Abstimmungen könnte ich mir zum Beispiel vorstellen, aber irgendwann ist der grötische Knoten ja gezogen worden an für gestrichen.
00:23:57: und da stellt sich natürlich die Frage, wie hat sich das weiterentwickelt?
00:24:01: Es war so weit, dass ich so frustriert war, dass ich zu Franz Grimme gegangen bin und habe gesagt, ich bin eigentlich überall im Unternehmen.
00:24:06: Also er kann sich das mein Gehalt besser sparen und ich kann besser was anderes machen, auch an der Stelle, weil ich mich nicht einbringen konnte einfach in das System.
00:24:15: und dann hatte sich das auch wirklich... Angehört und fand ich sehr wertschätzend, dass es sich auch ernst genommen hat, das Thema.
00:24:24: Und sagte dann, wir haben ein anderes Thema, wir haben das Thema China.
00:24:27: Da hat gerade unser Länderverantwortlicher, das war so die Ebene unter der Regionsleitung, gekündigt, aber ob ich mir das Thema anziehen möchte oder ob ich damit ein Problem hätte, weil es ja eigentlich eine Ebene drunter war und ich habe Probleme, würde ich gerne machen.
00:24:42: Das spannendes Thema China, riesengroßer Kartoffelanbauer.
00:24:46: Da haben wir nur mit dem Handelshaus damals zusammengearbeitet und da ging es darum, da neue Strukturen aufzubauen, weil wir natürlich mega spannend.
00:24:53: Und das habe ich dankend angenommen und bin dann auch wieder sehr kurzfristig regelmäßig dann nach China geflogen.
00:25:00: Da war es dann so, dass man dann im Prinzip zwei, drei Wochen pro Monat im Prinzip dann in China vor Ort war und dann zwei Wochen wieder hier.
00:25:08: Das war, glaube ich, dann noch in Peking?
00:25:10: Ja, das war in Peking.
00:25:11: Da haben
00:25:11: wir, glaube ich, eine gebietete Halle gehabt, wie dreitausend Quadratmeter.
00:25:15: Das Handelshaus Melchers, wenn ich das richtig erinnere, die war noch dabei.
00:25:19: Genau.
00:25:20: War es zu Anfang, also neben der Vertriebsgeschichte, wurden da nicht auch Maschinen montiert, die dann halt eben aber auch nur für den chinesischen Markt sozusagen gebaut werden sollten?
00:25:30: Ja.
00:25:30: Wir haben, wir haben im Jahr zwölf, haben wir eine Firma gegründet, die Grimme Agricultural Company of Beijing.
00:25:36: Ja.
00:25:37: Und die hatte das Ziel, zum einen Maschinen zu vertreiben und zum anderen Maschinen zu montieren.
00:25:41: Und da haben wir eine gemietete Halle, also eine... Landlord, sagt man ja, in China gefunden, der eine Halle für uns speziell gebaut hat, in die wir dann eingezogen sind.
00:25:51: und dann da die ersten kleinen Rheinleger und Pflanzmaschinen.
00:25:58: Das haben wir noch gebaut.
00:26:00: Ja, das war es natürlich.
00:26:01: Rheinleger und Pflanzmaschinen und Krautschläger haben wir damals auch schon vor Ort montiert.
00:26:06: Wie lange ging die Episode, wenn wir in China sozusagen?
00:26:09: Vier Jahre im Wesentlichen, also so von von zwei tausend elf bis zwanzig fünfzehn, zwanzig, Anfang zwanzig sechzehn.
00:26:16: Das waren auch die goldenen Zeiten in China.
00:26:18: Das hat einfach auch, muss ich glaube, auch ein bisschen Glück gehabt, dass das einfach auch wahnsinnig Spaß gemacht hat davor.
00:26:23: Also wir haben wirklich da ein neues Team aufgebaut, damals Geschäftsführerin Sandra Lutz, später Bert Treffers.
00:26:29: Das waren tolle Typen, mit denen man da wirklich vor Ort die chinesische Mannschaft aufgebaut hat und eigene Vertriebsstrukturen aufgebaut hat.
00:26:41: Die Kunden haben nach Technik gelächzt damals und der chinesische Staat hat das sehr unterstützt, dass wir dann auch vor Ort Dinge gebaut haben.
00:26:52: Das war hervorragend.
00:26:52: Das hat Spaß gemacht.
00:26:53: Ich habe
00:26:54: dann schon im Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum
00:27:00: Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr.
00:27:08: Wir haben angefangen, uns damit zu beschäftigen, wo man vielleicht ein eigenes Werk bauen könnte.
00:27:17: Ich weiß, ich bin Philipp Grümme damals.
00:27:18: Er hat seine Masterarbeit, mein ich, geschrieben.
00:27:25: Es ging um CSR-Themen.
00:27:27: Und er hat mich dann, gerade weil es eben kulturelle Unterschiede, eben auch ein Schwerpunkt seiner Arbeit war, dann viel oft noch China begleitet.
00:27:35: Aber viel unterwegs gewesen und haben dann eben Bauplätze gesucht, große Kunden besucht und und und.
00:27:41: Also das war dann so die Zeit, die Anfänge des späteren Werkes.
00:27:45: Ich glaube, das zeichnet ja auch Christoph und Philipp auch, dass sie auch in den jungen Jahren schon bei vielen Aktivitäten mit dabei waren.
00:27:50: Franz Krimmel natürlich auch gar keine Frage.
00:27:52: Aber dann halt eben auch gerade so in den ausländischen Märkten auch schon eine hohe Affinität von vornherein da waren.
00:27:58: Das ist die ganze Geschichte.
00:28:01: Wenn ich das jetzt richtig im Koffer, da war ja auch Umwandlung in der Geschäftsführung, Geschäftsleitung.
00:28:06: Und das wäre sicherlich auch mal interessant von meiner Seite aus.
00:28:09: Da waren vielleicht dann ja auch mal wieder Franz-Grimmel-Gespräche angeberaunt.
00:28:12: Wir wollen was verändern.
00:28:14: Du bist ja dann auch wieder sozusagen in Dammel.
00:28:16: Ja.
00:28:16: ... etabliert gewesen und dann in die Geschäftsführung... Das
00:28:19: war ja dann so ein Stück weit der Anfang des Generationswandelsen.
00:28:22: Also, beide Söhne kamen dann recht schnell ins Unternehmen rein und ... ... im Jahr zweizigsechzehn hat Christoph die erste Verantwortung ... ... auch in der Geschäftsleitung übernommen mit dem Thema ... ... International Produktion.
00:28:31: Der hat ja dann das Werk, ... ... den Werksbau in China im Wesentlichen begleitet, ... ... hat ein paar andere internationale Produktionsthemen ... ... noch gehabt, war dann Teil der Geschäftsführung.
00:28:39: Man hat dann die Geschäftsführung der Landmaschinenfabrik verjüngt und im Jahr zwanzigsechzehn bin ich dann Geschäftsführer geworden für den Bereich Vertrieb, Service und Marketing der Landmaschinenfabrik, noch nicht der seltenen Servicetöchter, also das war rein auf die damalige Landmaschinenfabrik beschränkt, der größte Teil natürlich.
00:28:58: Aber dann kam natürlich auch ein bisschen frischer Wind rein und die Jungs, gerade Christoph, der damals Philipp kam, etwas später dazu, die hatten natürlich auch Lust, Dinge zu verändern und Verstanden die die Mitarbeiter auch wieder, dass wir Dinge einfach auch ein bisschen auffrischen wollen, verändern wollen.
00:29:14: und das war dann eigentlich auch für mich sehr große Motivation zu sagen mit den beiden zusammen, macht das dann auch auch Spaß, neue Dinge wieder anzuschieben.
00:29:23: Also Begriffe wie Change und Brave, das wurde dann natürlich auch sehr intensiviert und dran.
00:29:29: Wie hast du das für dich damals auch wahrgenommen?
00:29:31: Mein Generationswechsel ist da in vollem Gange gewesen.
00:29:35: Könntest du noch mal skizzieren, was für dich auch die wesentlichen Änderungen waren, während du seit der Zeit, seit Jahrzehnte, wo du in der Geschäftsführung unterwegs bist?
00:29:44: Du auch mit viel Herzblut dabei gewesen bist und gesagt hast, das war eigentlich auch immer meine Herzensangelegenheit.
00:29:48: Naja, wir haben im Jahrzehnte haben wir uns hingesetzt und haben gesagt, naja, wir gucken mal auf so eine Periode von vier, fünf Jahren und sagen, was wollen wir denn angehen.
00:29:59: Ein Thema war das Thema Vertriebssteuerung, dass wir wirklich viel, viel aktiver in den Vertrieb einsteigen.
00:30:06: Und das war halt immer ein Schwerpunkt in der Zeit, dass man wirklich daran gearbeitet hat, nicht mehr klassisch technisch zu verkaufen, wie das viele deutsche Mittelstände machen.
00:30:12: Also wir entwickeln was für manchmal auch nur einzelne Kunden und hoffen, dass das für viele andere Kunden funktioniert.
00:30:17: Also bis zu dem Zeitpunkt.
00:30:18: Hundertfünfzig Jahre gut funktioniert bei GRIFFIN.
00:30:21: sondern zu schauen, wie man die Vertriebspotenziale eben heben kann, indem man die Vertriebsorganisation professionellisiert und wirklich auf Aktivität trimmt und haben im Händlersystem damals viel geändert und eben in der eigenen Struktur auch wahnsinnig viel geändert.
00:30:39: hin zum proaktiven Vertrieb.
00:30:41: Das beschränkte sich nicht auf den Vertrieb, wir haben damals auch im Service einiges gemacht, haben ... auch angefangen den Service nicht mehr nur als ... ... also die Ausbesserabteilung zu verstehen, ... ... sondern proaktiv zum Beispiel auch ... ... Servicepakete anzubieten, ... ... dass wir Leistungen auch verkaufen ... ... und im Marketing aber auch ganz viel gemacht haben ... ... als ich meine, ... ... du kannst dich erinnern Jürgen, also wir haben ... ... sehr viel ... ... Wind erzeugt, ... ... um auch diese Proaktivität, ... ... diesen neuen neuen Change auch nach außen ... ... zu kommunizieren.
00:31:08: Ich kann mich daran erinnern, ... ... weil wir das war das ... ... war das war das ... ... war das Siebzehn, ... ... als wir die Pixel Five Kampagne hatten.
00:31:13: Ja,
00:31:13: ja.
00:31:13: Das ist natürlich super eingeschlagen, das ist richtig Spaß gemacht.
00:31:16: Ja gut,
00:31:16: fünf große Innovationen auf der AG Techniker, verpackt in dieser Kampagne, die wir ja ein halbes Jahr vorher schon angeteasert haben.
00:31:22: Das war irgendwie auch ein bisschen Neufigrimme, weil wir ja vorher sehr zurückhalten, konservativ vermarkteten.
00:31:31: Ja und das kann ich natürlich auch bestätigen dahingehend.
00:31:33: Man agiert ja auch ein Stück weit, so wie das System ist.
00:31:37: und dieser Wechsel, das darf ich glaube ich auch aus dem Nähekästchen sagen, hat uns natürlich selber auch ein bisschen Mut gegeben.
00:31:43: mal neue Dinge auch anzupacken.
00:31:44: Hat auch ein bisschen Geld aus der Schatulle benötigt.
00:31:46: Klar, keine Frage.
00:31:47: Sind da ja immer auch sehr sparsam, was auch völlig in Ordnung ist.
00:31:50: Aber das hat so einen Impact auch in den Markt gegeben.
00:31:53: Das soll auch, glaube ich, jeden auch ermutigen, auch mal neue Ideen einzusetzen oder auch mal ein bisschen mehr Mut heranzugehen, als das auf konservative Linie immer der Fall sein könnte, muss wie auch immer.
00:32:04: Ja, wir haben in den letzten Jahren, wir sind ja schon fast, sechzehn, siebzehn, achtzehn.
00:32:08: kam natürlich auch so die ersten Krisen auf einen zu.
00:32:11: Ich denke da zum Beispiel an Corona, nie mitgerechnet, dass sowas mal auf uns zukommt.
00:32:17: Und auch natürlich, was wir jetzt aktuell haben mit der Russland-Krise, aber können wir nachher noch mal drauf zurückkommen.
00:32:21: Wie hast du das damals wahrgenommen?
00:32:23: Das sind ja auch fünfhundert Mitarbeiter in deinem Verantwortungsbereich.
00:32:26: Und auf einmal war das Thema Reisen und Co weg und Kundenorientierung nahm Kunden.
00:32:31: Das war alles nicht mehr von heute auf morgen.
00:32:34: Wir haben wir das angegangen, das ganze Thema.
00:32:37: Man muss ja dazusagen, wir haben im Jahr zweizig neunzehn, haben ja noch einen Schritt, fast vergessen jetzt, das war die Übernahme der Verantwortung der Aller Sales & Service Töchter, der kam noch dazwischen.
00:32:46: Und dementsprechend kam das dann, also war das gerade zu Corona.
00:32:50: dann, dass sich dann die Verantwortung übernommen hatte für das gesamte Sales & Service Netzwerk und das waren über fünfhundert Mitarbeiter.
00:32:56: Und ja, dann war Corona, wie wir alle wissen, von einer Woche auf die andere da.
00:32:59: Wir konnten uns gar nicht vorstellen, ich war mit Bochert Kühlmann in Holland und man sprach von Grenzschließung.
00:33:04: Wir hatten uns abends dann wirklich noch gefragt, ob überhaupt noch zurück ins Heimatland kommen können.
00:33:09: Das war vollkommen unvorstellbar für uns alle damals.
00:33:15: Da musste man sich mit der Situation arrangieren und gleichzeitig hatten wir immer noch eine wahnsinnig gute Kartoffeljahre.
00:33:21: Wir haben wahnsinnig gute Nachfrage, auch in der Rübe muss man sagen, das ging nach oben gehabt, so dass wir lernen mussten, mit den Kunden anderweitig zu kommunizieren.
00:33:30: Wir haben dann im Prinzip Mix gefahren.
00:33:33: Wie viele andere Unternehmen ja auch auf hybride Kommunikation umgestellt und haben versucht dann eben sehr viel per online Konferenz zu machen.
00:33:43: Das geht auch zu dem gewissen gerade.
00:33:44: Aber man muss aussagen, typisch Grimme.
00:33:47: Wir haben auch immer noch sehr viele Mitarbeiter gehabt, die immer noch gereist sind, die immer noch Möglichkeiten gefunden haben, Sondergenehmigung zu beantragen und dann immer noch zu reisen.
00:33:56: Ich kann mich daran erinnern von einer Geschichte, wo der Frank Nordmann nach in die USA gereist ist und in einem sehr großen Flugzeug, glaube ich, es war sogar eine sieben, vier, sieben, fast alleine saß, weil er einer, der wirklich wenigen war, die eine Ausnahme genehmigung gekriegt haben zu reisen und dann nach Amerika reisen durfte.
00:34:15: Das war sehr, sehr beschränkt damals im ersten Corona-Jahr.
00:34:20: Zeigt so ein bisschen auch die Spirit.
00:34:23: Wir geben uns da ungern mit zufrieden.
00:34:25: Wenn man sagt, das geht nicht, dann fragt man sich ja, geht es doch irgendwie?
00:34:28: Und gerade mit diesem Thema Lebensmittelsektor haben wir natürlich auch immer noch einen Fund, wo wir dann eben auch gut argumentieren können.
00:34:35: Und da waren wir auch selbst in der Landtechnik einer der wenigen, die dann trotzdem immer noch recht gut reisen konnten.
00:34:41: Ja, und ich kann mich auch noch gut daran erinnern.
00:34:42: Da haben wir auch neue Formate entwickelt, wie zum Beispiel Roschow.
00:34:45: wo dann halt eben es nicht so war, dass wir jetzt hunderte von Grundeinlandern gründen, sondern halt im sehr, sehr speziell, im gewissen Rahmen, was dann natürlich Corona-konform noch gewesen ist.
00:34:56: Ich kann mich aber auch, man sieht das jetzt ja auch nur, dass es so dermaßen gut beim Kunden angekommen, dass wir heute noch ausläufer, nicht nur ausläufer, dass die Roschow-Umfeld sich so etabliert hat.
00:35:05: Also ich denke auch, die Flexibilität mit Krisen umzugehen, auch wenn da keiner wüsste kann, ist auch eine unfassbare Stärke bei Grimme, die dann in allen Bereichen dann auch eben ausgehe.
00:35:14: prächt ist und das haben wir dann auch mit der Cyber, weil ja auch die Krise kam ja direkt gleich danach, wo die Systeme dann aufgefallen sind, wo viele Hände dann auch gesagt haben, ja Gott, was ist denn jetzt schon wieder los?
00:35:24: Das kannst du sicherlich besser skizzieren.
00:35:26: War das eben auch gerade in den ersten Wochen sicherlich auch viel Skepsis auch bei den Handspartnern?
00:35:30: Was geht bei euch ab?
00:35:31: oder wie ist das relativ geräuschlos gelaufen?
00:35:34: Also grundsätzlich, das ist ja die Phase der Krisen gewesen.
00:35:37: Du hast ja Brexit noch vergessen, das haben wir auch noch gehabt vorher.
00:35:41: Und dann Handelsstreitigkeiten ohne Ende und Corona natürlich mit dem ganz großen Thema her und dann der Cyberangriff, der das Ganze noch grünte.
00:35:51: Aber es kam halt in der Zeit, wo wir als junge Geschäftsführung eben auch so ein bisschen Bock auf Pack an hatten.
00:36:00: Wirklich die Ärmel hochgekrempelt haben und gesagt haben, wir meistern das und wir versuchen das Beste daraus zu machen.
00:36:04: Und man muss eigentlich im Nachhinein sagen, dass jedes Thema uns im Prinzip stärker gemacht hat.
00:36:10: Und das war auch mit dem Cyberangriff so.
00:36:13: Man konnte sich das ja gar nicht vorstellen.
00:36:14: Das war von einem Tag auf den anderen.
00:36:16: Wir waren damals gerade auf der Fähre Richtung England und hatten ja gar kein Handy im Fang.
00:36:22: Und morgens wollten wir die Telefone wieder anstellen, als wir dann an Land gingen.
00:36:26: und kriegt mit, dass es einen Cyberangriff gegeben hatte und keine E-Mail mehr durchkam.
00:36:29: Und Christoph Grimm hat sich sofort ins Flugzeug gesetzt und ist jetzt zurückgeflogen und hat dann hier Krisenmanagement gemacht.
00:36:37: Und man muss ja sagen, das hat auch dank vieler Hilfe, die wir gehabt haben, sehr, sehr gut geklappt.
00:36:45: Und die Partner, Händler und auch große Kunden und auch Zulieferer haben uns da total vertraut und dementsprechend ... haben wir im Prinzip recht gut durcharbeiten können.
00:36:58: Also das war wenig Einbuße, die wir da gehabt haben.
00:37:02: Das Werk in Dänemark war einige Zeit nicht in der Lage zu produzieren, aber hier im Kernwerk in Damme konnten wir fast nahtlos durchproduzieren.
00:37:12: Das war nicht selbstverständlich für diese Cyberangriffe, die
00:37:14: es ja gab.
00:37:14: Absolut.
00:37:15: Wir suchen ja heute noch den Baggerfahrer, der wohl irgendwo mal ein Kabel durchgebaggert hat.
00:37:19: Das war ja purer Zufall, wenn man das kurz hier mit einflächen darf.
00:37:22: Und ich hatte auch letztens per Zufall auch einen EWE-Service-Mitarbeiter kennengelernt.
00:37:25: Ich sag, such den gerne.
00:37:27: Ich glaube, da haben wir noch ein paar Geschenke über für den Herd, der uns da so ein bisschen auch gerettet hat.
00:37:31: Es war, ich hatte auch, glaube ich, so seine Herausforderung, was dieses Thema betrifft.
00:37:35: Und deshalb kann man auch sagen, so ein Cyberangriff kann jede Firma irgendwie auch einholen.
00:37:41: Da, sag ich mal, muss keiner da jetzt Angst haben, Anführungssträgen beziehungsweise das Gefühl haben, das kann mir nicht passieren.
00:37:48: Und das war aber schon eine spannende Zeit.
00:37:51: Ja, wir hoffen natürlich, dass wir jetzt mal eine Zeit ohne Krisen können.
00:37:54: Wir haben natürlich auch noch das Thema Russland, Ukrainekrieg vor Augen, was auch für uns natürlich ein Schlag ins Kontor ist, weil Russland immer einer der wichtigsten Umsatzmärkte für uns war.
00:38:02: Vielleicht kannst du noch kurz skizzieren, wie da momentan das ... Die
00:38:07: Krisen reisen leider aktuell nicht ab.
00:38:10: Wenn man sich die Weltpolitik anguckt, dann kommen wir eigentlich aus einer sehr, sehr langen Phase der Globalisierung.
00:38:16: Also Märkte haben sich geöffnet.
00:38:17: Man hat international viel, viel stärker zusammengearbeitet.
00:38:20: Ich sprach vorhin von den chinesischen Boomjahren, die wir da gehabt haben.
00:38:24: Leider ist es in den letzten zwei, drei Jahren wieder stark so, dass die Globalisierung eher wieder zurückgefahren wird, dass wieder eher auf Nationale Interessen geschaut wird.
00:38:34: viele neue Zollbeschränkungen dabei sind und viele Länder wirklich sich stärker wieder auf sich fokussieren.
00:38:41: Und das führt dazu, dass es gerade als internationaler Geschäft, wir machen über achtzig Prozent unseres Geschäfts international nicht leichter geworden ist.
00:38:49: Und wenn man jetzt guckt, dass man gerade mit Osteruropa, mit der Ukraine als Markt selber so seine Schwierigkeiten hat.
00:38:56: Wir haben eigene Mitarbeiter in der Ukraine.
00:38:59: und kämpfen tagtäglich dafür, dass wir sie bestmöglich unterstützen und da halbwegs auch unsere Kunden vor Ort noch versorgt kriegen.
00:39:10: Das ist eigentlich unsere größte Sorge.
00:39:12: Und parallel müssen wir uns mit dem Aggressor auseinandersetzen aus Russland, der natürlich auch einen wahnsinnig großen Bedarf an Landmaschinen hat und die europäische.
00:39:24: Die Kommission hat sich darauf geeinigt, dass wir den Lebensmittelsektor in Russland noch nicht sanktionieren, so dass die Zivilbeförderung Russlands nicht leidet, was ich auch für richtige achte.
00:39:35: Und dementsprechend versuchen wir wirklich Kunden, die in der Landwirtschaft in Russland unterwegs sind, weiter in Russland auch zu bedienen.
00:39:44: Auch da haben wir eine eigene Mannschaft immer noch.
00:39:45: Das sind mehr als sechzig Leute, die wir in Russland aktuell haben.
00:39:49: Auch die können diesen Krieg nicht nachvollziehen und haben täglich Angst davor, dass sie eingezogen werden.
00:39:57: Und auch dafür kämpfen wir, dass unsere Mitarbeiter da nicht in den Kriegsdienst müssen.
00:40:02: Also da setzen sich unsere Leute tagtäglich für ein.
00:40:04: Absolut.
00:40:05: Und dann wollen wir mal hoffen, dass sich vieles auch mal wieder beruhigt und Krisen nicht auch unplant auf uns zukommen.
00:40:12: Das ist natürlich immer auch eine schwierige Phase und da gibt es auch keine Handbücher für das, was man alles hat.
00:40:17: Aber
00:40:17: von den gerade skizzierten Krisen, die wir haben, dann denke ich auch, dass alle in der Grimme Belegschaft sofort auch erkennen, es ist jetzt eine Krisetage, wir packen an, wir müssen das Beste daraus machen und Lösungen schaffen.
00:40:29: Und ich denke, das macht auch Grimme stückweit aus.
00:40:32: Ja, wir haben heute Juni, zwanzig, zwanzig.
00:40:36: Ein paar Wochen geht es dann weiter nach Einbeck.
00:40:39: Wie fühlt sich das an, dass uns nach über zwanzig Jahren verlässt, kann man so sagen.
00:40:45: Ich denke mal, so die Zeit kommt immer näher, wo der Tag auch kommt, wo man das letzte Köpferchen aus Damme
00:40:49: mitnimmt.
00:40:50: Ja, nicht gut fühlt sich das an.
00:40:52: Also auf der einen Seite nicht gut, gerade wenn man jetzt hier bei Grimme noch ist und wahnsinnig viele Freundschaften hat.
00:40:59: Und ich sage immer, ich bin eigentlich jetzt auf dem absoluten Höhepunkt des Wohlfühlfaktors bei Grimme.
00:41:04: Also ich habe mich nie wohler gefühlt, wie es jetzt ist.
00:41:07: Also es gibt überhaupt keinen Anlass zu sagen, wie irgendwas hat nicht gepasst oder so.
00:41:11: Aber man soll ja bekanntlich gehen, wenn es am schönsten ist.
00:41:14: Und das ist wirklich aktuell der Status.
00:41:17: Wir sind sehr, sehr erfolgreich.
00:41:19: Die Geschäftszahlen haben sich nur positiv entwickelt.
00:41:22: Ich bin mit meinen Geschäftsführerkollegen, mit den beiden Grimmelsöhnen eng befreundet, kann man sagen.
00:41:29: Das ist wirklich ein Verhältnis, was sehr, sehr viel Spaß macht.
00:41:33: Und dann kommt man irgendwann an den Punkt, dass man sagt, na ja, jetzt ist es irgendwie alles... Gut oder sehr gut.
00:41:40: Und wie kann man noch mal ins kalte Wasser springen?
00:41:43: Und ich habe mir da schon einige Monate Gedanken darüber gemacht.
00:41:47: und dann kam irgendwann die KWS aus Alnbeck auf mich zu und sagte, Mensch, wir haben da eine Nachfolge zu besetzen.
00:41:55: Hättest du nicht Lust, da nochmal eine neue Herausforderung anzunehmen.
00:41:58: Und das ist natürlich was, wo ich am Anfang gesagt habe.
00:42:01: Ja,
00:42:03: ganz was anderes.
00:42:04: Ja,
00:42:04: Aktien oder Börsen notiertes Unternehmen will man das machen?
00:42:08: und auf der anderen Seite hat es mich natürlich total gereizt und ich habe immer gesagt, ich möchte eigentlich nichts anderes in der Landtechnik machen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es ein Landtechnikunternehmen gibt, welches besser ist als Grimme.
00:42:20: Und deswegen habe ich gesagt, passt das eigentlich ganz gut.
00:42:22: Landwirtschaft ist schon meine Kern-DNA und ich möchte gerne in der Landwirtschaft nahe bleiben und deswegen passt das Thema Saatgut, sehr, sehr gut.
00:42:32: Saatgut wird für viele Herausforderungen in der Zukunft ein Schlüsselfaktor sein.
00:42:41: Und die KWS ist sehr, sehr gut aufgestellt, was das Thema angeht.
00:42:44: Und deswegen war es eine super Herausforderung für mich und meine Familie auch.
00:42:48: Die Familie kommt mit nach Einbeck.
00:42:51: Wie gesagt, wir haben alle ganz weinende Augen im Moment und vermissen jetzt schon eigentlich die Zeit, die wir hier in Dammel hatten.
00:43:01: Und auf der anderen Seite freuen wir uns auf die neuen Herausforderungen in der Heimweck und sind schon ganz gespannt, wie das da ablauft.
00:43:08: Wenn ich das richtig weiß, habt ihr ja bei KWS, was ich schon mal ihr sagen darf.
00:43:11: ... auch noch ein Rexor im Einsatz, der sozusagen so eine Art Labor aufgestellte, ... ... sodass du dann auch jeden Tag noch deine alte Firma ... ... vor Augen hast, wenn ich das richtig weiß.
00:43:19: Ich hoffe
00:43:20: ja, dass ich da bei der KWS auch, ... ... auch wie hier noch in der Lage sein werde, ... ... hin und wieder die Maschinen selber zu fahren.
00:43:25: Und dann habe ich da natürlich ein Rexor und ... Wir haben immer noch gute Drähte nach damals, weil wenn da mal irgendwas nicht funktioniert, weiß ich, dass die Firma Grimm ja dann rauskommt und ... Bei dem Top-Service.
00:43:34: Genau, bei
00:43:35: dem Top-Service.
00:43:36: Absolut, ja.
00:43:38: Ich glaube, ich darf auch sagen, du bist ja Boring Hausner.
00:43:40: Ja.
00:43:41: Und auch Schützenverein unterwegs, Karneval, sieht man dich rauf und runter.
00:43:45: Ich frage dann einfach mal direkt, Einbeck ist natürlich ein Stapel weiter weg, aber ich hoffe mal, und ich gehe jetzt mal versteck von aus, dass wir dich trotzdem auf den vielen dammeren Veranstaltungen, die es dann noch geben wird, inklusive Grimm-Techniker und Co.
00:43:57: dich herzlich begrüßen dürfen.
00:44:00: Also mir war es immer wichtig, einen engen Draht zu den Mitarbeitern zu haben.
00:44:03: Und eine gesehen, dass ja so, möchte ja gerne Abstand haben.
00:44:07: Und ich habe das nie so gesehen.
00:44:09: Ich habe immer gesagt, ich will eigentlich zu meinem Team und meinen Mitarbeitern einen ganz engen Draht haben.
00:44:13: Und deswegen haben wir es als Familie immer sehr genossen hier in der, also will ich in Damienal zu wohnen, in Vereinen aktiv zu sein und viel privat auch mit den Mitarbeitern zu machen.
00:44:23: Und Deswegen sind da wahnsinnig viele Freundschaften entstanden.
00:44:26: Und wir werden das in den Einbeck übrigens ganz genau so machen.
00:44:28: Wir haben jetzt in den Einbeck auch ein Haus gekauft, wo wir sagen, außer auch da suche ich eher den Anschluss zu den Mitarbeitern, als da irgendwie eine Distanz aufzubauen.
00:44:35: Und dementsprechend sind in Dammel in der Zeit, in diesen ja fast fünfzehn Jahren, die wir jetzt wieder in Deutschland sind, viele enge Freundschaften auf oder gewachsen, die wir auch halten werden.
00:44:48: Und dementsprechend haben wir uns jetzt für das kommende Jahr im Karneval, haben uns hier schon eingebucht.
00:44:54: werden auf jeden Fall hier sein und ich habe auch dem Schützenverein mitgeteilt, dass ich nicht austreten werde und versuchen werde da regelmäßig wieder herzukommen und das ist einfach jetzt ein Stück weit Herzensangelegenheit da auch weiterhin den Draht zu heilen.
00:45:07: Bestens, das freut uns sehr und dann werden wir dich auch oft wieder hier begrüßen dürfen umso besser.
00:45:12: Ich wünsche euch dann alles erdenklich Gute deiner Familie und deiner beruflichen Zukunft auch bei KWS.
00:45:17: Blut ist rot, weißt du ja.
00:45:19: KWS ist orange, dann musst du ja selber noch zusammenfummeln, was für Körperfunktionen sind.
00:45:23: Aber ich wünsche dir alles Gute, euch alles Gute und bedanke mich ganz recht herzlich für das Gespräch.
00:45:28: Danke schön.
00:45:28: Ja, herzlichen Dank Jürgen.
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