#9 - Von der Skizze zur Maschine – wie entstehen Landmaschinen, Kira Lange?
Shownotes
In der neunten Folge des GRIMME Studio Podcasts haben wir Kira Lange zu Gast. Sie arbeitet als Konstrukteurin in der Erntetechnik bei GRIMME und ist dort insbesondere für die Verfahrenstechnik verantwortlich. Was genau hinter diesem Aufgabenbereich steckt und wie ihr Weg über eine Ausbildung und ein nebenberufliches Studium zu dieser Position geführt hat, erfahrt ihr in dieser Folge.
Viel Spaß!
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00:00:16: Hallo und herzlich willkommen hier aus dem Grimmestudio.
00:00:18: Heute habe ich eine nette Kollegin dabei, aus dem Bereich Konstruktion für die Ernte-Technik, und zwar Kira Lange!
00:00:25: Ja, hallo!
00:00:26: Danke, dass ich da sein darf... Ja
00:00:28: vielen Dank, dass du heute den Weg zu uns in Studio gefunden hast.
00:00:31: Genau wie du es eigentlich kennst aus den anderen Podcasts.
00:00:33: also tatsächlich ist das eine Premiere, dass wir dich als Frau heute hier im Podcast haben.
00:00:39: und dann auch noch außenbereich Konstruktionstechnik was ja doch häufig sehr Männer dominiert ist.
00:00:45: Aber vielleicht kannst du kurz was zu deiner Person erzählen und vor allen Dingen, was glaube ich uns alle sehr interessiert der Weg zur Grimme?
00:00:53: Und vor allem in die Konstruktion!
00:00:55: Okay dann starte ich mal.
00:00:56: ja genau.
00:00:56: also wie schon sagte Ich bin Kira, ich bin seit dieses Jahr während sechzehn Jahre bei Grimme.
00:01:03: Ich bin mit meiner Ausbildung hier angefangen erst kurz seit ich in einem Außenbrücker unternehmen.
00:01:07: aber dann bin ich rüber gewechselt durch eine Ja, Mitschülerin quasi.
00:01:13: Die sagt hier, Grimme ist total cooler Laden.
00:01:17: Willst du nicht rüberwechseln?
00:01:18: Weil mir das bei dem anderen Unternehmen nicht ganz so gut passt da alles und eigentlich der Job mir super viel Spaß gemacht hat.
00:01:24: Genau!
00:01:24: Und dann bin ich ja im ersten Lehrjahr noch hier rübergewechselt sehr untypisch, achten Elften.
00:01:30: Sonst denkt man ja mal ersten Achten so.
00:01:33: Genau aber dann ja uns.
00:01:35: seitdem wann ich jetzt ... dieses Jahr, sechszehn Jahre.
00:01:38: Wahnsinn!
00:01:38: Und was hast du damals in der Ausbildung gelernt?
00:01:41: Genau ich habe gelernt, technische Zeichnerin den Beruf gibt es ja jetzt so gar nicht mehr.
00:01:44: das die technischen Produkte oder sind jetzt die technischem Produktdesigner.
00:01:48: aber bei mir wäre das noch technischer Zeichnarrichtig von Hand zwischen Prüfung mit Handzeichnung und
00:01:54: wenig
00:01:55: CD.
00:01:56: Du hast die zeichnung für beispielsweise Baugruppen oder Maschinenweg ein Blatt gemacht, mit spitzen Bleisschrift und ... Wahnsinn.
00:02:04: Könntest du unten das alte Reisbrett bei uns im Technikum bedienen?
00:02:07: Da sind ja auch noch so Alteübrig-Bleibstelle von der Zeit!
00:02:11: Ja doch also wir mussten tatsächlich ganz am Anfang auch noch mit Torschut zeichnen und dann auf so einem Pergamentpapier.
00:02:19: Das meint man gar nicht.
00:02:20: Ja genau aber könnte ich.
00:02:23: Gut und es ist jetzt nur sehntein Jahre ne?
00:02:25: Also wer weiß wie wir in sechszehn Jahren die Ausbildung technische Produktdesigner machen.
00:02:30: Okay, gut.
00:02:31: Also dann hab ich's richtig verstanden.
00:02:32: Acht und elf, ein bisschen angefangen im ersten Lehrjahr quasi gewechselt hier zu Grimme.
00:02:38: Genau!
00:02:38: Und dann bist du ausgelernt seit?
00:02:40: Zwei tausend... muss ich mal eben kurz rechnen.
00:02:44: Dreizehn.
00:02:46: Wahnsinn!
00:02:46: Und seitdem bist du auch komplett hier in dem Bereich technische Konstruktion.
00:02:50: sag jetzt mal bei Grimme geblieben.
00:02:52: Ich bin angefangen da war ich in der Selbstfahrtechnik.
00:02:56: Äh, genau.
00:02:58: Ja, selbst war Technik und dann bin ich irgendwann rübergewechselt.
00:03:01: tatsächlich ... hab ich während der Berufsschule einen Anruf bekommen ja hier wir gründen eine neue Abteilung hast du Bock da einzusteigen?
00:03:09: Und äh, wie heißt die Abteilungen denn?
00:03:12: Was machen wir jetzt?
00:03:13: Genau das war dann irgendwann die Verfahrenstechnik und seitdem bin ich eigentlich in der Verfahrensthechnik innerhalb oder zugeordnet der Ernte-Technik.
00:03:21: Dann mussten wir mal erklären was genau bedeutet für Verfahrenstechnik innerhalb der Erntetechnik?
00:03:27: Genau, also Ernte-Technik.
00:03:28: Da kümmern wir uns tatsächlich um alle Erntemaschinen sowohl selbstfahrer als auch gezogener und die Verfahrenstechnik ist so ein bisschen ja die Abteilung, die das Herzstück der Maschine quasi bedient.
00:03:42: Also eigentlich der Gutstrom von Aufnahme über die Siebsysteme, über Bunker, Trenngeräte ...
00:03:49: Okay!
00:03:50: Also alles, dass irgendwie das Verfahren der Kartoffel ernte?
00:03:53: So kann man es vielleicht ein bisschen umschreiben.
00:03:56: Und bevor wir da jetzt noch tiefer einsteigen, in der Ausbildung zur technischen Zeichnachin.
00:04:02: Jetzt Produktdesigner.
00:04:04: also verzeiht es mir wenn ich die Begriffe so bisschen synonym verwende was genau lernt man da?
00:04:09: Was waren so deine Aufgaben zu der Zeit?
00:04:13: Ja meine Aufgaben waren wirklich Anfangs sind wir... Also wenn ich mal ganz am Anfang anfange Das erste oder die ersten paar Monate war ich reell in einer Lehrwerkstatt.
00:04:24: Drehen, fräsen, feilen richtig mit einem U-Stück am ... Ja, muss sich halt feilen.
00:04:28: Da hat man natürlich überhaupt nichts runterbekommen!
00:04:32: Und dann bin ich irgendwann angefangen erst mit Handzeichnen und dann ging es auch schon irgendwann los so ein bisschen grob über die Berufsschule das CD System zu bedienen.
00:04:40: Erst zwei D, dann drei D. Und ja, dann will ich eigentlich sofort eingestiegen.
00:04:46: Erstmal viele Zeichnungen im Prinzip Einzelteilszeichnung, Schweißzeichnung und Explosionszeichnung für die Ersatzteiliste.
00:04:54: Genau also das hat man erst mal so anfangs alles gemacht und irgendwann steigt man dann oder bin ich zumindestens sowas bei mir dann in die Konstruktion eingestiegene.
00:05:01: Das heißt du zeichnesst dann erstmal nur ein Teil?
00:05:04: Ein Bauteil oder sofort eine Gruppe?
00:05:08: Oder wie kann ich mir das vorstellen?
00:05:09: Ja wir konstruieren ja im Prinzip das drei D Und von diesem drei D, ich sag jetzt mal zum Beispiel einen Blech müssen wir immer auch eine Fertigungszeichnung haben.
00:05:18: Das heißt sonst war das dann halt so dass der Konstrukteur die Teile erstellt hat und ich habe dann davon die Zeichnung abgeleitet.
00:05:24: Die Zeichnungen brauchen wir ja eigentlich hierzu für die Fertigung nochmal ein paar Maße zu nehmen um einfach zu gucken ob es halt so ist wie man sich's vorstellt.
00:05:33: also man fängt wirklich auf Einzelteilebene an und geht dann hoch bis zur Schweißbaugruppe Montagebaugruppen machen wir so erstmal keine Zeichnung.
00:05:41: Dafür haben wir dann ja die dreidevisualisierung.
00:05:43: Achso,
00:05:44: okay also bauen wir aus vielen kleineren Teilen dann letztendlich eine größere Baugruppe und da machst du denn quasi die Zeichnungen und danach halt die technischen Zeichen um die Fertigungsplanung und dann und... Okay!
00:05:56: Sonst in der Freizeit bist du auch irgendwie kreativ?
00:05:58: Also künstlerisch kreatif oder...?
00:06:00: Nein.
00:06:01: Also das ist ein super Beispiel.
00:06:03: viele Leute denken ja, technische Zeichnerinnen kannst du bestimmt super gut malen.
00:06:07: Nee Also ich kann da überhaupt nicht meinen.
00:06:09: Das
00:06:11: hätte ich nämlich ja so vermutet, weil wie kommt man sonst... also natürlich soll es jetzt nicht blöder sein, aber wie kommt dann zu einem Job der technische Produktdesignerin?
00:06:18: Wenn man A, ich weiß nicht genau was du sowieso gemacht hast, aber ist einmal Faszination zur Landtechnik, Technik generell oder halt eben das Kreative ein bisschen zeichnen?
00:06:27: Ja, also kreativ als solches wohl schon, aber ich bin tatsächlich so ein bisschen, da muss ich mal im Lehrer aus der Realschule damals ein bisschen danken.
00:06:40: Also wir hatten Wahlpflichtkurse, ab Klasse sieben und da konnte man sich dann so ein bisschen aussuchen was man halt wollte, Sport oder wie auch immer und da gab es unter anderem auch technisches Zeichnen.
00:06:49: Und dann bin ich da angefangen und das hat mir super viel Spaß gemacht und mein Lehrer damals sagte auch sofort irgendwie kannst du das ganz schön gut zu dieses räumliche Denken und so, dass muss man dafür ja haben... Das passt schon.
00:07:02: Dann macht man auch irgendwann das Praktikum, dann habe ich noch einmal ein herbstführend freiwilliges Praktikum damals gemacht bei Kaman und seitdem wusste ich eigentlich ... Dass das dein Beruf ist.
00:07:13: Ja,
00:07:13: cool!
00:07:14: Aber mit Malen hat es nicht viel zu tun.
00:07:16: Ja gut.
00:07:18: Weiß ich nicht.
00:07:19: Es ist irgendwie... Also glauben viele so, ne?
00:07:21: Ja, Kira hier, technische Zeichnerin aber malen wie gesagt gar nicht.
00:07:26: Lieber mit Lineal und
00:07:28: Bleistelle.
00:07:29: Gut, ich immer malen und dann auch wirklich technisches Designen.
00:07:32: Das hat ja wirklich ... In ganz anderen Stellen werde ich, glaube ich auch in den letzten Jahren ja erfahren.
00:07:37: Wie du gerade schon erzählt hast dann Einführungen mit zwei D und drei D und wie wir es jetzt heutzutage auch hier handhaben im Haus ist das schon interessant.
00:07:46: Ja cool so und da bist du bei uns angestiegen.
00:07:48: Zwei Tausend Dreizehn sondern hast Du gerade gesagt Im ersten Teil Selbstfahrtechnik Das heißt Zwei tausend dreizehnt selbst Fahrtechnik also Rübe und Kartoffel Nur Kartoffel.
00:07:58: Genau, das war so ein bisschen aufgeteilt und Rübe und Kartoffeln.
00:08:01: Und ich bin dann in einer Kartoffele angefangen.
00:08:03: Also das heißt Team Varitron?
00:08:06: Irgendwann auch ja doch tatsächlich also Ventor bin ich eigentlich so abstrich eins dabei gewesen.
00:08:11: ne
00:08:11: von Anfang an von der Geburtstunde quasi
00:08:14: super cool.
00:08:16: was ist das so für'n Gefühl wenn du daran mitarbeitest und dann stehst du auf AG Technica.
00:08:20: Da haben wir, glaube ich die Big Five-Kampagne gehabt.
00:08:24: Der war ja unter anderem der Ventor einer der Big Five.
00:08:27: Was ist das für ein Gefühl wenn man da dann als Technische Produktdesignerin auf der Messe ist?
00:08:31: Mega!
00:08:32: Also das ist auch irgendwie so ein bisschen was diesen Beruf ausmacht dieses... Man sieht das dann klein im CRD und irgendwann sieht man vielleicht noch mal irgendwo Teile rumliegen und irgendwann steht da diese Riesenmaschine und es schon einfach cool.
00:08:47: Also mir gefällt's mega.
00:08:48: Und ja, wenn du dann natürlich so eine ganz neue Maschine da entwickelst das ist schon
00:08:54: macht Bock!
00:08:54: Ich finde es total beeindruckend, wenn wir sehen der Ventur ist an sich sehr kastig und wie ein Schuhkarton gebaut aber wenn er sich ausklappt also wie der Transformer ich finde immer wieder beeindruckt wie das alles funktioniert.
00:09:11: Also das ist der Wahnsinn.
00:09:12: Ja, so besonders die Trenngeräte wenn sie dann so hochklappen.
00:09:15: Das ist auch so ein bisschen mein Baby gewesen mit einem erfahrenen Konstrukteur zusammen und da haben wir viel Trenngeräte gemacht.
00:09:23: Gut ist ja auch ein Teil der Verfahrenstechnik oder sagen wir Produktfluss und Co.
00:09:27: dadurch?
00:09:28: Mega interessant!
00:09:30: Warst du dann auch direkt so bei den Prototypen und Co.
00:09:33: mit dabei?
00:09:33: Also beim ersten Initialen Aufbau mal oder für Funktionsmuster?
00:09:37: Ja, genau!
00:09:38: Das ist ja alles sehr viel über den Versuchsbau gelaufen.
00:09:40: da war ich eigentlich im Prinzip komplett dabei.
00:09:43: wenn dann irgendwelche Teile nicht passen dann hieß es sofort hier Kira kannst du mal schnell neu machen wir müssen irgendwelchen Lochbilder verschieben wir müssen welche Kanton anders machen und dann hatte man auch zu viele.
00:09:53: dann halt die Teile in dem Versuchsbau dar.
00:09:55: das ist schon... Macht Bock.
00:09:57: Das heißt, du warst nicht nur im Büro am Computer am Zeichnen sondern bist wahrscheinlich immer sobald das Teil verbaut wurde auch mit Inversuchsbau gegangen?
00:10:05: Genau ja.
00:10:07: also die Berührungspunkte zum Versuchsbau sind schon sehr groß da ist man schon sehr häufig.
00:10:12: Ich glaube es ist auch enorm wichtig für so ein Projekt halt eben dass man da auch ich seh mal viel die Schnittstellen gut pflegt auch in Bezug auf Kommunikation
00:10:21: Weil
00:10:21: ich kann mir vorstellen, wie du es gerade sagtest.
00:10:23: Wir müssen noch mal schnell hier in ein Lochblech verschieben und mit Schnellen meinen wir nicht bis nächste Woche sondern mit Schellen meinen wir am besten wenn's heute noch vielleicht irgendwie fertig wird.
00:10:31: Ja absolut ja.
00:10:32: also entweder wirklich neue Teile aufgeben oder aber auch mal eine Bosch-Hablone machen oder eine Zeichnung an eins zu eins ausdrucken.
00:10:39: also da sind wir ganz flexibel.
00:10:41: Hast Du dir das damals vorgestellt als du den Beruf gelernt hast?
00:10:44: Nee!
00:10:45: Also ich muss sagen so...also mit Landtechnik hatte ich irgendwie nie viel zu tun.
00:10:51: Also ich komme auch aus einem kleinen Dorf, aber so als solches ... Ich bin jetzt irgendwie nicht so, dass ich sage, Grimme war schon immer quasi mein Ziel.
00:10:59: Da bin ich ein bisschen tatsächlich reingewachsen durch was ich ja sagte die Mitschülerinnen von mir.
00:11:05: und also wenn man das vergleichen müsste, ich hab mir das nicht vorgestellt wie es jetzt wirklich abläuft.
00:11:14: Schon sehr viel spannender als nachher irgendwo, wenn man sich's im Internet als Stellenbeschreibung durchliest.
00:11:19: Das heißt, du tarscht auch gerne deine weißen Sneaker gegen Arbeitsschuhe und dein Kleidungsdiokal gegen Blaumann und Arbeitskleidung.
00:11:25: Genau!
00:11:26: Meine Kommunionsschule, wie es früher immer hieß... Ich komme mir raus.
00:11:30: Als ich mit weißen Schuhen hier am ersten Tag angekommen bin.
00:11:33: Oh ja die Städterin wird ihren Kommunions-Schuhn.
00:11:37: Ja gut klar ist natürlich dann auch so ein bisschen der Wandel dann auch.
00:11:41: Ist das auch weiterentwickelt?
00:11:42: Auf
00:11:42: jeden Fall.
00:11:44: So und dann das war schon mal sehr interessant das man so zu hören.
00:11:48: Und jetzt ist ja das Thema Ernte-Technik bei uns.
00:11:52: Das heißt, Konstruktion und Erntetechnik.
00:11:55: Du hast es gerade alle gezogen oder auch selbst waren ein Kartoffelmaschinen?
00:11:59: Jetzt mittlerweile auch also beides.
00:12:00: Beides okay!
00:12:02: Aber nur Kartoffeln.
00:12:03: Nur Kartoffele.
00:12:03: Über das nochmal separat.
00:12:05: Okay,
00:12:05: okay verstehe.
00:12:06: Was hast du da grade so für Projekte?
00:12:10: Also wir sind so ein bisschen zugeordnet, sag ich mal den Baugruppen nach, sage ich mal.
00:12:15: Und ja, so ... Ich arbeite eigentlich weitestgehend in einen Igelband reingerähten also Evo zu Sächsig, zu Achtzig, zu Neunzig und Errserb.
00:12:25: Helf aber auch viel beim Err-Serb aus oder aber auch generell, wo halt so'n bisschen Not am Mann ist?
00:12:30: Ja, nur not an der Frau!
00:12:32: Oder Frau, genau.
00:12:33: Also das heißt man hat jetzt nicht fest nur ein Produkt Baugruppe beispielsweise, sondern du unterstützt eben auch Teams in anderen Bereichen.
00:12:43: Anderen Maschinenbau rein?
00:12:44: Genau.
00:12:44: also ja so die Verfahrenstechnik das ist aus ein bisschen der Gedanke.
00:12:48: dahinter ist so die Modulgedanke dass man einen Modul-Igelband zum Beispiel einfach an Anflugstrichen in ein anderes System integrieren könnte.
00:12:59: und deswegen denken wir da so ein bisschen nicht je Maschine, sondern einfach pro Modul.
00:13:04: Ein
00:13:05: bisschen übergreifen dann tatsächlich
00:13:07: Ganz genau.
00:13:09: Und da bin ich halt so, dass die meiste Zeit eigentlich im Riegelband dringeräht.
00:13:13: Ja.
00:13:13: Das heißt du konstruierst das dann?
00:13:17: Guckst ja wahrscheinlich auch die Fertigung an.
00:13:19: Egelband hast Du denn da auch Berührungspunkte zu Rikon beispielsweise?
00:13:22: Ja doch mit den Kollegen tauscht man sich aus.
00:13:24: also gut Egelban ist ja in Anführungsstrichen nichts Neues für Optimieren wohl immer mal war oder ergänzen irgendwelche Teile aber als solches ... Also man hat schon mit Rekon und auch Internormen Eigentlich viele Berührungspunkte.
00:13:38: Ja, also genau kurz zur Info.
00:13:40: Recon gehört eben auch mit zur Grimme Gruppe ist unser Spezialist für Sieb- und Fördertechnik und InterNorm eben bei uns in der Gruppe für die Kunststoffteile alles was rund um Puer eben auch gefertigt werden kann.
00:13:53: Und ja okay wollte ich sagen weil vieles, ich sag mal sind ja Zukunft Teile die wir jetzt nicht von InterNome und ReCon ja beziehen.
00:14:00: aber ich könnte mir vorstellen dass wenn wir da technisch etwas ändern das wir auch... Ich sage jetzt mal Beispiel Umlenkrolle von Rekon, für den wir mal mit anpassen müssen oder um es auf vielleicht da technische Daten einfach mal reinholen.
00:14:12: Genau ja also das geht natürlich über uns so ein bisschen einfacher.
00:14:15: Wir haben auch immer regelmäßigen Austausch mit denen jeweils RekON und Intonorm.
00:14:20: wenn man sonst zu Kaufteile hat läuft das natürlich alles dann immer über den Einkauf.
00:14:23: Okay.
00:14:24: So dann haben wir auch sehr viele Vorwurzpunkte.
00:14:28: Ja gut das sind natürlich auch technische Gegebenheiten.
00:14:31: die muss man natürlich bei der Konstruktion wahrscheinlich
00:14:33: berücksichtigen.
00:14:35: Ist einfach so.
00:14:38: Nach der Ausbildung bist du ja hier angefangen und auf dem Weg dann zu der jetzigen Stelle hin hast du da noch, ich sag mal, hast du noch in andere Bereiche reingeguckt?
00:14:48: Hast du die noch weitergebildet speziell im Bereich Verfahrenstechnik oder Erntetechnik?
00:14:52: Oder wie sah denn der Weg aus?
00:14:55: Ja also ich habe relativ schnell gemerkt dass mir nur das Zeichnen als solches nicht gefällt und dann hat mein damaliger Chef mir halt quasi so ein paar Sachen vorgeschlagen, die man ja machen könnte.
00:15:08: Und dann habe ich mich dazu entschieden dreieinhalb Jahre lang einen Fernstudium Maschinenbautechnikerinnen zu machen.
00:15:14: Das hab' ich dann in Osnabrück gemacht.
00:15:16: samstags dann so bisschen Vorlesung und Sonntagsprüfungen.
00:15:18: Schön!
00:15:20: Aber muss mal ja machen... Ich wollte auch irgendwie nicht so es hätte ja noch andere Wege gegeben aber irgendwie wollte ich meinen Job halt so als solches nicht aufgeben.
00:15:29: Genau, habe ich dann mich da noch weitergebildet.
00:15:31: Ich hab dann auch irgendwann nochmal zwischendurch den Ausbilderschein gemacht.
00:15:35: also ich dürfte theoretisch... ...
00:15:37: für junge Leute bei uns ausbilden?
00:15:38: Genau
00:15:39: ja ganz genau und so habe ich mich dann weiter gebildet.
00:15:44: Kannst du das mal beschreiben oder wie?
00:15:47: der Unterschied ist jetzt zwischen damals technischer Zeichnerin, technischer Produktdesignerin und jetzt Maschinenbauingenieurin
00:15:56: Kann man so sagen.
00:15:57: Technikerin auch immer, ja genau.
00:15:59: Nee ... Also technische Zeichner war wirklich die Ausbildung sehr auf dem Zwei-D-Level also sehr viel.
00:16:10: einfach nur ist ja auch wichtig.
00:16:12: aber dieses Zeichnen wir mussten zwar eine Abschlussprüfung damals auch Baugruppen machen davon eine Baugruppenzzeichnung erstellen.
00:16:20: der Beruf Produktdesigner hat sich so ein bisschen auch weiterentwickelt.
00:16:24: Da wird auch schon deutlich mehr in Projekten gedacht.
00:16:28: und jetzt, ich sag mal Maschinenbau-Technikerin ist halt viel auch mal Sachen auslegen, Antriebe berechnen, Zylinder auslegen.
00:16:39: also das ist schon so ein bischen Fortgeschritt.
00:16:41: er sage ich mal ja
00:16:43: was heißt genau Auslegen?
00:16:45: Ja es gibt immer Anforderungen.
00:16:47: quasi zum Beispiel, wenn wir jetzt mal beim Igelbahn-Trenngerät sind.
00:16:53: Dass z.B.
00:16:53: irgendwelche Bänder ... Ich sag jetzt mal ja, wenn ich ein bisschen technischer werde durchrutschen also dass sie nicht auf der Rolle bleiben, dass wir dann zum Beispiel überlegen reicht überhaupt irgendwie der Motor aus oder müssen einen größeren Motor mit mehr Drehzahl bekommen so das wir halt das auslegen als solches.
00:17:10: aber auch es geht halt auch so.
00:17:13: Es geht aber auch nachher dann in die Richtung, dass man sagt zum Beispiel wie viel Belastung es auf dem Bauteil ist.
00:17:19: Brauche ich eine Blechstärke von zwei oder vielleicht auch eine Blechtärke von zehn?
00:17:23: Müssen wir noch mal irgendwelche Verstärkungsbleche einsetzen?
00:17:25: so das ist ein bisschen der Unterschied.
00:17:29: Das macht ihr wahrscheinlich alles mit digitalen Tools am Rechen auch.
00:17:34: Ist jetzt nicht, dass wir heute mal im Blechen zwei Millimeter
00:17:37: Näseln ausprobieren ist das eigentlich eher nicht.
00:17:39: Also klar haben wir irgendwie auch viele Referenzteile, worauf man sich dann irgendwie so beziehen kann.
00:17:43: Genau aber da gibt es halt mittlerweile auch echt viele Tools.
00:17:47: KI kann ja auch schon sehr gut schrechen.
00:17:50: Das verhilft uns da schon.
00:17:53: Man holt ab und zu auch noch mal wirklich so das Tabellenbuch Metall raus wo die ganzen Formel drin stehen wird weniger.
00:17:59: Wird
00:17:59: weniger, ja!
00:18:00: Ich hab was damals im Studio nur gelernt.
00:18:02: Man muss es selber nicht alles wissen und wissen wo steht.
00:18:04: Ganz
00:18:05: genau, viele Posts.
00:18:06: Wenn man sich meinen Tabellenbub anguckt ...
00:18:09: Ja interessant.
00:18:11: Wie würdest du so einen klassischen Arbeitsalltag für dich beschreiben?
00:18:15: Okay.
00:18:16: Also mein klassischer Arbeitsalltag ist ... ich glaub das ist auch ein bisschen personenabhängig.
00:18:23: Bei mir ist es so, ich arbeite eigentlich sehr viel im CAD.
00:18:26: also ich würde sagen eigentlich fast nur, dass ich am Konstruieren bin.
00:18:31: Klar hab' ich irgendwo auch mal Besprechungen, das ich mich mit anderen Abteilung abstimme zum Beispiel Hydraulik oder Kabelbaumjungs oder so.
00:18:39: aber hauptsächlich bin ich erstmal eigentlich am konstruieren am Arbeitsplatz und dann je nachdem wenn man zb jetzt ein Prototyp in einem Versuchsbaus stehen hat dann ist man natürlich auch viel dort.
00:18:51: Wenn seine Baureien da in einer Linie gebaut werden ist man auch mal da.
00:18:55: vor Ort wird halt gefragt ob Oder wenn irgendwas nicht passt oder so wird man dort hingerufen.
00:19:00: Dann telefoniert man mit dem Einkauf, dann gibt's teilweise auch Lieferantenrückfragen.
00:19:07: also ich würde sagen unser Beruf ist da was das angeht schon sehr vielfältig.
00:19:13: Man hat schon mit echt vielen Abteilungen zu tun.
00:19:15: Das wollte ich grad sagen wie du es gerade auflisten.
00:19:18: wahrscheinlich fehlen noch zwei drei Abteilung mit denen man im Austausch ist.
00:19:22: Also es ist nicht rein, ich setze mich an mein Computer.
00:19:25: Ich konstruiere also, ich entwickle irgendwelche neuen Funktionen oder Baugruppen, sondern es ist wirklich viel Schnittstellen-Kommunikation
00:19:34: mit anderen Abteilen.
00:19:34: Ja auf jeden Fall auch mit dem PM sage ich mal dass die uns aus dem Feld sagen hier die Anforderungen sind neu wir müssen da nochmal drauf gucken und da müssen wir irgendwie optimieren.
00:19:45: das ist eigentlich alles eine Zusammenarbeit dann aus mehreren Abteilungen.
00:19:50: Hier müssen wir noch mal besser werden.
00:19:52: Hier können wir nochmal irgendwie, da haben wir neue Ideen und hier haben wir was mitgebracht, dass man da... Also das kommt ja nicht alles nur von mir.
00:19:58: Das heißt wenn du sagst PM also mit den Produktmanagern, bist du dann mit denen auch mal so draußen auf dem Feld in der Kampagne beispielsweise?
00:20:06: Ja doch wohl!
00:20:07: Wir sind mal mehr Mal weniger je nachdem halt ob man neue Teile sage ich mal in Maschinen verbaut.
00:20:15: Wenn man natürlich ganz neue Maschine irgendwie entwickelt hat, zum Beispiel wo ich sehr viel auf dem Acker war, wo wir die Neue Erseb entwickelt haben, da war ich ganz viel mit unterwegs.
00:20:25: Genau also wenn man da Bock drauf hat muss man natürlich Lust darauf haben aber ansonsten Buddelhose an und ab geht's!
00:20:32: Ja weil
00:20:34: ich finde das macht es ja auch so ein bisschen aus einfach zu wissen okay dass was ich hier konstruiere Wo wird es später eingesetzt?
00:20:40: Wie kann ich da letztendlich die Herausforderung, die Arbeit auch erleichtern für den Landwirt und v.a.
00:20:46: auch besser machen und effizienter
00:20:47: werden?
00:20:47: Im CRD sieht das ja erst mal immer alles teilweise super aus aber wenn's danach eingebaut ist und schmutzig geworden ist dann sieht man hier und da noch einmal wo man vielleicht was optimieren muss.
00:20:55: Und dann ist es einfach auch besser dass man das nicht über Fotos oder Videos sieht sondern einfach real mal sieht selber verfahren kann Teilweise vielleicht auch selber mal irgendwie was demontieren muss oder so, um dann zu wissen okay das sollten wir ein bisschen anwenderfreundlich machen.
00:21:09: Also
00:21:11: könnte man den ganzen Job als technischen Produktdesigner sehr vielfältig beschreiben?
00:21:16: Ja auf jeden Fall.
00:21:18: also man kann immer selber so ein bisschen etwas draus machen glaube ich je nachdem wie man halt so selbst aufgestellt ist ob man das möchte oder nicht.
00:21:25: Man könnte mir vorstellen noch viel im Büro sitzen bleiben.
00:21:28: aber wenn man da Bock drauf hat kann man auf jeden fall auch rausfahren
00:21:31: ja Und du warst bei der Entwicklung von einer AirSap-Maschine mit dabei.
00:21:36: Was, also AirSAP sagt vielleicht nicht jedem was?
00:21:39: Was genau verbirgt sich hinter dem AirSapsystem bei uns?
00:21:42: Das AirSapp ist im Prinzip ein Lufttrenggerät oder eine Maschine mit einem Lufttrenngerät.
00:21:48: Wir haben die zu neunzig genommen dafür und wir pusten im Prinzip zwischen ja sieb ... und den Trenngeräten durch zwei Turbinen, um das jetzt mal ganz einfach auszurüllen.
00:22:00: Über zwei Turbin-Luft durch Walzen oder durch einen Vibrorost heißt es bei uns, so dass dann Kartoffeln und Steine voneinander getrennt werden.
00:22:12: Die Kartoffel kann man sich vorstellen währenddurch die Luft sozusagen so schwebend weiter gefördert.
00:22:18: Und die Steine sind halt schwerer als die Kartoffelen, die fallen an ... sozusagen runter, weil der Luftstrom die eigentlich hochgepustert bekommt.
00:22:25: Ah ok und da warst du eben viel mit im Revieret?
00:22:28: Genau.
00:22:29: Ja genau.
00:22:29: Und Evo-Bau-Reihe, da meins wahrscheinlich unseren zwei Reihen Kartoffelrohler mit dem neuen Tamunker.
00:22:35: Ganz
00:22:36: klar.
00:22:36: Warst du da auch direkt vor Anfang an dabei oder bist du später in das Projektteam mit reingekommen?
00:22:42: Wir haben ja sozusagen AirSep® I. und II.
00:22:45: Die wurden ein bisschen überarbeitet sage ich mal und bei dem II.
00:22:49: war ich eigentlich von Anfang an mit dabei
00:22:51: von Anfang an.
00:22:52: Wahrscheinlich so.
00:22:53: die Parallele auch zum Ventor, wie du gerade sagst ist so strich eins war es somit dabei
00:22:57: also
00:22:58: hast du schon zwei Produkte komplett vom Anfang bis Ende mit betreut.
00:23:01: ja aber sagen wir wie kommt man überhaupt jetzt dahin?
00:23:05: Also wie kommen wir zu dem Punkt mensch?
00:23:07: Wir brauchen ja eher seit zwei punkt null oder wir brauchen Ventor.
00:23:10: nennen wir das Beispiel Ventorn.
00:23:11: den gab's vorher gar nicht.
00:23:13: Wie funktioniert sowas?
00:23:15: Ja also wir hatten ja.
00:23:16: sonst hatten wir immer den Tektron tatsächlich, der wurde irgendwann so ein bisschen abgelöst und dann hieß es einfach irgendwann ja wir müssen nochmal wieder in die Tektron Richtung reingehen.
00:23:26: Wir müssen auch mit dem PM haben wir vorhin auch schon einmal drüber gesprochen haben wir uns dann einfach zusammengesetzt beziehungsweise dann eher so die Maschinen verantwortlichen da war ich ja noch sehr jung genau die Maschine verantwortlich.
00:23:38: und dann hat man halt überlegt was Wie soll diese Maschine aussehen?
00:23:43: Was soll die Maschine können, wie groß soll der Bunkhaus sein.
00:23:47: Dass man einen Vinenz bei uns Lastenheft erstellt mit den ganzen Anforderungen, wie eine Maschine nachher dann aussehen soll und was sie für Funktion haben soll.
00:23:58: Und dann fängt man erst an ein bisschen spezifischer zu werden und darum zuzubauen.
00:24:03: So, das Lastenheft ist wieder wahrscheinlich mit den Maschinen verantwortlichen.
00:24:06: Den Produktmanagern und wahrscheinlich noch viel in anderen
00:24:10: vielen
00:24:10: zu diskutiert.
00:24:11: Und ich kann mir das vorstellen als als lose Sammlung.
00:24:15: also so stichsam.
00:24:16: Ich wünsche mir oder wir brauchen ein Unkorb mit fünfzehn Tonnen beispielsweise Trenngeräte sollen keine Rollenseparatoren oder Multiseps haben sondern wie Die SE, also grobkrautband oder das ist dann so eine Sammlung quasi.
00:24:30: Genau, das ist so ne Sammlungen an Anforderungen und dann wird daraus irgendwann so pö-a-pö halt dieses Lastenheft und darauf setzt man dann irgendwann an und fängt an zu konstruieren.
00:24:39: Man kann teilweise ja auch irgendwelche Komponenten, dass es so ein bisschen der Gedanke hat, auch in der Verfahrenstechnik, Komponenten vielleicht eins zu eins so wieder verwenden.
00:24:47: aber bei dem Ventor mit dem was du vorhin ja auch schon einmal sagtest mit den ganzen Klappen und so, das war natürlich fast alles irgendwie neu gewesen.
00:24:54: Ja
00:24:54: ich wollte jetzt sagen Also Respekt dafür.
00:24:57: Das würde mir zum Beispiel gar, also das würd ich gleich hinkriegen aber aus so einem Lastenheff jetzt hingehen und sagen Mensch wir ordnen die genauso an wie sie jetzt da quasi drin sind in der Maschine.
00:25:08: Wann seid ihr mit dem Projekt gestartet Ventor?
00:25:13: Zwei Jahre hat das bestimmt gedauert bis man dann wirklich soweit war dass man dann auch wirklich alles ein- und ausklappen konnte wenn man im Acker war Von Anfang an quasi ins Leben gerufen haben, aber also zwei Jahre mindestens.
00:25:28: Wahnsinn!
00:25:29: Doch...
00:25:30: So und dann das heißt auch deine Aufgabe gab es da ein bestimmtes Bauteil?
00:25:35: Baugruppe wo du dich denn da beim Ventor mit beschäftigt hast?
00:25:39: Also Anfangs war ich, die sind ja recht spiegelbildlich.
00:25:42: Die ausklappbaren Igelbahn-Trengeräte.
00:25:46: Da hab ich mich anfangs sehr damit beschäftigt, dass ich quasi von rechts nach links rüber gespiegelt habe, das dann sozusagen beide auch gleich aussahen.
00:25:54: Genau also Igelbahntrengerädte und irgendwann bin ich dann rübergegangen zu dem Bunker.
00:25:58: Da habe ich mit Bunkern weitergemacht aber mit den anderen ... Baugruppen hatte ich jetzt nicht so viele Berührungspunkte.
00:26:04: Man hat zwar wohl dann irgendwann zum Ende hin, wo es auch der Termin drückte und wir wollen einen Acker habe ich dann natürlich mitgezeichnet.
00:26:11: aber anfangs war ich eher am Konstruieren bei den Igelband-Trenngeräten und beim Bunker.
00:26:16: Also für mich auch nochmal um das klarzustellen mitgezeichnet und konstruieren.
00:26:20: Das heißt bei dem Konstruiren machst du die ersten Gedanken wie kann sowas theoretisch aussehen?
00:26:24: Mit allen technischen Informationen oder Detailen die man verbauen kann?
00:26:28: Und beim Zeichnen heißt es dann wirklich, dass später beispielsweise in eine Zwei D-Zeichnung zu bringen.
00:26:33: Dass wir das denn überführen können in die Fertigung zum fertigen Beispielsweise?
00:26:37: Ja ganz genau.
00:26:38: Ah okay!
00:26:38: Das ist also ein bisschen der Unterschied zwischen Konstruktion
00:26:41: und Zeichnenden
00:26:42: eben.
00:26:42: Kann man sagen wie viele Bleche man kaputt gebogen hat bei den ersten Klamphesunen?
00:26:48: Also so genau kann ich mich da nicht mehr daran erinnern aber auch irgendwie völlig normal wenn man anfängt mal zu verfahren Ja, hat man natürlich auch irgendwo langen Löcher die dann vielleicht anders eingestellt sind wie im CRD.
00:27:02: Dass da dann irgendwo das ein oder andere mal bisschen knalfe und dann mal die Flex ansetzen müssen?
00:27:06: Oder so... Das
00:27:07: ist halt Prototypenbau der Validierung also...
00:27:11: Da kann es doch nicht perfekt
00:27:12: sein!
00:27:12: Nee genau!
00:27:13: Wir brauchen ja immer noch ein bisschen
00:27:15: Arbeit!
00:27:17: Also warst du da sehr stark bei der Neuentwicklung von den Produkten eben mit dabei?
00:27:23: Und wie kann ich mir das jetzt vorstellen bei bestehenden Produkten?
00:27:25: Du sagst jetzt gerade ja, Ernte-Technik.
00:27:27: Jetzt haben wir die Evo twohundsechzig, zweihundachtzig und die anderen Produkte.
00:27:32: Wie kann ich mich das da denn... Also ist es ein bisschen analog?
00:27:35: Ich sage mal du bist draußen mit dem PM aufm Feld oder Servicekollegen oder Vertrieb und die sagen den Menschkehrer Wir müssen hier nochmal was ändern Da nochmal etwas ändern.
00:27:43: Oder wie können man sich das da vorstellen?
00:27:46: Das sind eigentlich so ein bisschen unterschiedliche Punkte Die dann an uns herangetragen werden entweder einmal schon beim Aufbau als solches, also dann sozusagen aus der Montagelinie.
00:27:57: Dass die dann auf uns zukommen und sagen hier knifft irgendwo, hier brauchen wir mehr Luft.
00:28:02: Hier können wir was nicht einstellen, dass man darüberhin schon halt Änderungen hat.
00:28:06: Dann kommt viel auch so über den Service, über die Kundenhändler.
00:28:11: Das ist ja dann der erste Ansprechpartner der Service.
00:28:14: Dass sie sich bei uns melden und sagen, wir haben da mehr Probleme, dann haben wir natürlich immer unterschiedliche Wetterbedingungen so ein bisschen von Jahr zu Jahr, dass auch einfach die Erntebedingung anders werden.
00:28:25: Dadurch hat man auch irgendwie noch mal ... Wenn man einen Jahr hat, wo es wenig geregnet hat, hat man ja auch so'n Puder-Sand der setzt sich natürlich viel weniger irgendwo auf.
00:28:33: So hast du dann teilweise Jahre, wo's viel geregnete, wo das nass ist, dass man da nochmal ganz andere Anforderungen hat und darüber bleiben wir immer so ein bißchen...
00:28:43: Darüber kommen quasi immer wieder neue Anforderungs- oder Verbesserungsmöglichkeiten rein?
00:28:49: Warst du auch damals in der Linie selber und hast mal an den Produkten mitgebaut, mitgeschraubt?
00:28:55: Ja tatsächlich ja.
00:28:56: Also wenn man bei Grimme die Ausbildung von Anfang anfängt dann durchläuft man auch die ganzen Abteilungen.
00:29:02: also so wie ich auch erstmal Lehrwerk starten drehen Fressenfallen schweißen Und dann geht man auch in die Produktion.
00:29:09: Versuchsbau Linienmontage Kanten und Lasern also eigentlich im Prinzip alles.
00:29:16: Da war ich noch gar nicht lange da.
00:29:18: Da wurde der Max-Tron in der Linie hier noch gebaut, da waren wir noch nicht in Rieste und dann hieß es ja, wir haben keine Leute für die Aufkleber!
00:29:25: Und dann wurden meine ... mit auszubildenden und ich gefragt könntet ihr euch vorstellen die aufkleber daran zu machen und dann neuer nach viermal als superjungen und dann stehst du da in der linien riesengroße Maschine.
00:29:40: Ja, er hat meine Zeichnungen bekommen.
00:29:42: Worauf man achten muss auf die Spaltmaße und dann ging es los mit Sprühflasche und Abzieher und dann haben wir die großen weißen Aufkleber dran geklebt.
00:29:49: also genau aber auch so zu montieren war ich auch schon in der Linie.
00:29:52: Das
00:29:53: ist eine geile Geschichte!
00:29:55: Ja das war prägend, das war richtig gut.
00:29:58: Das musst du ja denn aber auch ja zwei elf, zwölf gewesen
00:30:03: sein?
00:30:03: Also ich hätte jetzt gesagt irgendwie ein halbes dreiviertel Jahr nachdem ich hier angefangen bin muss das dann gewesen sein.
00:30:09: Ja, so nennt man alles kennen.
00:30:10: Aber ich finde das ist ja eben auch wichtig.
00:30:12: du sprachst es gerade an.
00:30:14: Ich sag mal Verbesserungsvorstehe kommen aus dem Service, aus dem Vertrieb, aus einem Feld aber auch eben außer Montage.
00:30:19: wenn man dann eben auch selber mal an Produkten mit... gearbeitet, mitgeschraubt hab zu sehen.
00:30:25: Ich muss die und die Kanton ändern, weil ich da nicht gut rankomme?
00:30:29: Dann
00:30:29: weiß man halt auch, worauf es so ankommt, sag' ich mal.
00:30:33: Wir haben natürlich auch irgendwie einen Katalog.
00:30:34: Ich sage jetzt mal ganz stupide, so mit Abkantmaßen je Blechstärke oder so, wo man im Vorfeld eh schon drauf achten muss.
00:30:40: aber alles kann man ja auch nicht theoretisch betrachten.
00:30:44: Das muss man dann schon vor Ort sehen.
00:30:47: Sehr cool, das ist wirklich sehr vielfältig und vielseitig die Aufgaben.
00:30:51: Und war denn damals schon immer für dich klar Menschverfahrenstechnik oder Ernte-Technik würde ich gerne wohl machen?
00:30:56: Oder hat sich das so im Laufe der Zeit einfach entwickelt?
00:30:59: Ja, das hat sich eigentlich so im Lauf der Zeit entwickelt wie gesagt dass ich halt in einer Selbstvertechnik gestartet bin und dann sozusagen das Privileg auch so ein bisschen hatte, dass diese Abteilung neu gegründet wurde.
00:31:10: Ich da dann mit reingekommen bin.
00:31:12: Das ist schon...
00:31:15: Nummer eins, in diese Abteilung dann neu reinzukommen und Nummer zwei direkt beim Ventor.
00:31:19: bei so einem großen komplexen Neuprodukt war Anfang an mit dabei gewesen.
00:31:24: zu zeigen können auch nur die wenigsten glaube ich.
00:31:26: Ja
00:31:26: das stimmt.
00:31:28: Und sorry Leute wir hören sie gerade aus dem Off Ich habe mich total vertan.
00:31:33: AgriTechnica-Kar-Zw-Sebzehn hatten wir die Big Five Kampagne und nicht Fünfzehn.
00:31:37: Ja, vielleicht habe ich mich aber ein bisschen vertarmt mit Big Five und Fifteen.
00:31:40: Dass das vielleicht passt!
00:31:41: Aber dann war es halt eben... ...zwei tausend siebzehn.
00:31:45: Dann feiern wir ja nächstes Jahr quasi zehn Jahre Jubiläum.
00:31:49: Stimmt.
00:31:50: Dann haben wir vor zehn Jahren die Big Five gehabt.
00:31:53: Und zehn Jahre quasi auch schon den Ventor an.
00:31:56: Und dann sind wir ja auch schon mal im richtigen Thema.
00:31:58: in zehn Jahre bzw.
00:32:00: nächstes jahren bei zehn Jahre Big Five Agri-Technika Neuheiten Da wirst du doch bestimmt auch schon ganz tief mit involviert, was wir da zu Agitänika-Siemundzwanzig wahrscheinlich zeigen wollen oder nicht.
00:32:12: Ja die Entwicklung schläft nie.
00:32:15: Genau da haben wir auf jeden Fall etwas an der Pipeline.
00:32:17: Wir sind fleißig am entwickeln.
00:32:21: Das ist sehr schön das freut mich auch schon und wahrscheinlich werden wir diese Maschinen und Entwicklungen auch schon ein Stück weit dieses Jahr.
00:32:28: Das haben wir ganz vorsichtig im Feld sehen.
00:32:29: Dass wir uns das auch gut vorbereiten können.
00:32:32: Apropos vom Feld sehen, planst du auch dieses Jahr zur Potato Europe zu fahren nach Hannover?
00:32:36: Dadurch dass sie so nah dabei ist sollte man das auf jeden Fall in Erwägung ziehen.
00:32:40: die wechseln sich ja immer ein bisschen ab.
00:32:42: ich war auch schon mal ein Jahr mit Bus in Belgien oder Holland.
00:32:47: Ich bin mir nicht mehr ganz sicher Das war so bescheidenes Wetter also es kann man sich gar nicht vorstellen und dann Ja aber das sind auch.
00:32:56: Also AgriTechnica ist ja wirklich saubere Maschinen und Potato Europe ist dann, sage ich mal, dass man auf dem Acker steht.
00:33:03: Und auch die Maschine im Einsatz sehen kann.
00:33:05: Deswegen finde ich so eine Potato Europe nicht verkehrt.
00:33:08: Ja,
00:33:09: dieses Jahr in Deutschland mit der BeatExpo zusammen aber es ist ein großer Vorteil für dich.
00:33:14: Du siehst natürlich auch die Wettbewerbsmaschinen im Feld!
00:33:17: Ganz genau.
00:33:18: Das ist sonst eher schwierig, also man versucht das irgendwie über Service oder auch ich sag mal jetzt dann das Produktmarketing so ein bisschen hinzubekommen.
00:33:27: PM meine ich Marketing wo dass man vielleicht auch mal Kunden erwischt wo sage ich mal zwei unterschiedliche Hersteller laufen dass man das dann auch einfach mal so ein bißchen vergleichen kann rode Vergleiche machen kann so ein bischen die Einstellung auch mal hin und her switchen kann
00:33:44: ja für andere Hersteller lösen.
00:33:49: Das hat man ja auch bei ganz vielen Sachen, ich fahr zum Beispiel viel Mountainbike.
00:33:52: und wo man dann sagt, man guckt sich mal ein anderes Mountainbike an wie hat denn der Hersteler das jetzt gelöst oder so?
00:33:59: Und dadurch dass es in Hannover ist von uns Gott sei Dank nur zwei Stunden können wir uns das ja immer gut angucken.
00:34:05: Ja und da werden auch Maschinen von dir beziehungsweise wo du deine Finger mit im Spiel hast auch mit auf dem Feld sein, das kann ich schonmal sagen.
00:34:12: Wir werden wieder drei Roder ins Feld schicken.
00:34:16: Ja, freu ich mich, wenn wir uns da auch auf der Potato Europe sehen werden.
00:34:19: Auf jeden Fall!
00:34:20: Sehr schön!
00:34:21: Daher gab es beim Thema Potato Europe, dass du dir dann auch so die eigenen Maschinen wo du mitentwickelt hast im Feld siehst aber eben auch Wettbewerber, die vielleicht Sachen ganz anders lösen.
00:34:32: Das bringt mir nochmal zu der Frage inwiefern kannst du deine eigenen Ideen mit bei der Konstruktion einfließen lassen?
00:34:40: Ja also eigene Ideen sind immer sehr wertvoll sag' ich mal.
00:34:44: Ich sag mal, am Tag weiterkommst.
00:34:47: Es gibt natürlich auch immer mal irgendwie Punkte, wo man nicht weiter kommt und sich mit den Kollegen ein Raum bucht zusammen über die kniffligen Stellen spricht.
00:34:59: Manchmal geht's mir auf jeden Fall ... Oxt man super lange an einer Stelle rum, sagt dann auch hergut jetzt ist gut gewesen für heute ich komme nicht weiter und dann fällt es mir irgendwie zu Hause.
00:35:10: Ist da halt mal wirklich beim Zähnepotzen oder so wie Schuppenfang in den Augen war macht man das nicht einfach viel einfacher?
00:35:15: So dass ist ja das total spannend wenn man da die ganze Zeit so vorsitzt und dann fällt einem irgendwie auf mal nix mehr ein Und dann wenn man zuhause ist das ist Ja also genau so.
00:35:26: eigene Ideen sind auf jeden Fall sehr sehr wertvoll.
00:35:29: Das heißt, das habe ich gerade auch richtig gehört aus so im Team und dann vielleicht interdisziplinär setze ich irgendwann zusammen und Brainstorm mal eine halbe Stunde über mögliche... Ich sag mal Veränderungen in den Maschinen.
00:35:40: Genau, wir nennen das bei uns Design Reviews.
00:35:44: da stellt man dann auch speziell richtig Termine ein und dann am besten aus so bisschen Abteilungsübergreifend dass man jetzt sage ich mal auch mal ein paar Leute erfahrene Kollegen sage ich Mal neue Kollegen so ein bisschen ganz unterschiedliche Leute sage ich einmal zusammenholt Und dann sich die Baugruppe anguckt Am Besten auch welche die das vorher noch gar nicht gesehen haben weil dann ...putzeln eigentlich irgendwie so die spannendsten Ideen raus, weil man einfach gar nicht so verkopft das sage ich mal.
00:36:08: So eine wirklich
00:36:09: fachfremde Leute sag' ich jetzt mal
00:36:10: ne?
00:36:10: Ja also das ist auch schon...nicht ganz verkehrt.
00:36:13: oder wenn wir ganz neue Ideen irgendwie haben dann werden auch mal Workshops gemacht wo man dann auch so ein bisschen grob anfängt zu aufzuzeichnen kann natürlich auch totaler Quatsch nachher sein.
00:36:24: aber irgendwie durch solche Workshobs und diese Designreviews kommen schon nochmal richtig spannende Ideen nachher.
00:36:29: Ja, vor
00:36:29: allen
00:36:30: Dingen wenn man sich da nicht immer so sehr auf eine Sache einschießt.
00:36:33: Sondern wirklich mal ich sage mal frei denken darf auf weißem Blatt Papier.
00:36:37: Aber wir probieren es mal und dann ist das halt mal vielleicht try and error.
00:36:41: aber das macht uns auch vielleicht eben so einzigartig noch besonders dass wir auch mal Sachen probieren und auch probieren können.
00:36:48: Also sagst du kannst deine eigenen Ideen oder die Inspiration die Du hast auch selber dann aktiv beim Design mit einbringen bei der Konstruktion.
00:36:56: Das ist doch cool!
00:36:57: Schön Ja liebe Leute, da sind wir auch schon fast am Ende des Podcasts angekommen.
00:37:02: Ich hoffe es hat euch gefallen.
00:37:04: Kira vielen lieben Dank für die sehr spannenden Einblicke.
00:37:07: ich nehme für mich mit eine sehr interessante Geschichte wie du bei Grümwe gestartet bist aber auch dass du bei der Geburtsstunde vom Ventor und von der AirSet-Zwei.null mit dabei warst.
00:37:17: Vielen dank für deine Zeit!
00:37:18: Vielen Dank für deine Insights und liebe Zuhörer wenn's euch auch gefallen habt lasst gerne ein Like da.
00:37:23: schreibt weitere Themen die ihr gerne Behandelt haben möchtet ihr Podcast in die Kommentare und erfreue mich auf die nächsten Podcasts.
00:37:30: Bis dann, tschau-tschau!
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